| Wiederentdeckung einer Weimarer Kunstschülerin |
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| Sonntag, 25. Juli 2010 um 21:09 Uhr | ||
Weimar (dpa/th) - Das Weimarer Stadtmuseum hat sich die Wiederentdeckung von Künstlern der Klassikerstadt auf die Fahnen geschrieben. An diesem Freitag öffnet zum 150. Gründungsjubiläum der Kunstschule eine Sonderschau mit Arbeiten von Irmgard von Bongé (1879-1967). Gezeigt werden bis zum 3. Oktober Landschaften, Stillleben und Porträts der fast vergessenen Künstlerin, teilte das Stadtmuseum am Donnerstag mit. Die Nichte des Münchner Malers Walter von Bongé nahm von 1917 bis 1919 an der Kunstschule Unterricht. Durch einen Glücksfall gelangte der Nachlass der aus Breslau stammenden Künstlerin in den Besitz des Museums.
Ihre Bildern spiegelten die Eindrücke ihrer Reisen nach Italien, Frankreich, Süddeutschland und an die Ostseeküste wieder. Trotz der großen Bandbreite an Themen und Maltechnik seien ihre Arbeiten überwiegend nur in Sammelausstellungen zu sehen gewesen. Mit der Sonderschau will das Stadtmuseum auch an eine bahnbrechende Besonderheit des Weimarer Kunstschulbetriebs erinnern: Ab 1902 waren in der damaligen Residenzstadt Frauen zum Studium zugelassen.
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