| Daniel Richter: Berliner Kultur besser als in Hamburg |
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| Sonntag, 25. Juli 2010 um 21:09 Uhr | ||
Hamburg/Berlin (dpa/bb) - Für den Neu-Berliner Maler Daniel Richter ist die Hauptstadt ein «Ramschloch», aber «wahrscheinlich die einzige wirkliche Metropole, in der man als junger Mensch kellnern und in der Illusion leben kann, man wird ein bedeutender Künstler». Berlin lebe von seinem Image, einer Mischung aus Museum der Neuzeit, Bohème-Spielplatz und Weltwohngemeinschaft, sagte der jüngst aus Hamburg zugezogene Künstler dem «Kultur-Spiegel» (Montag).
Die Berliner Kulturpolitik sei besser als in Hamburg - aus der Not heraus. «Der Stadt bleibt doch gar nichts anderes übrig, als ihr nicht vorhandenes Geld in Kultur zu stecken. Da wird ja nichts produziert. Hauptstadt, deutsche Tragödie und Kultur, sonst ist hier ja nichts», sagte der Maler.
Richter und seine Frau, die Theater-Macherin Angela Richter, sagten im Interview, sie hätten Hamburg nicht aus Protest, sondern aus privaten Gründen verlassen. Sie hatten damals gegen die umstrittene Elbphilharmonie protestiert. Daniel Richter hat in Hamburg studiert und zählt neben Neo Rauch und Jonathan Meese zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart.
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