| Beschlagnahmter «Caravaggio» soll in Ukraine zurück |
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| Donnerstag, 29. Juli 2010 um 11:00 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Ein in Odessa geraubtes und in Berlin beschlagnahmtes «Caravaggio»-Gemälde soll an die Ukraine zurückerstattet werden. Simone Herbeth, Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft, bestätigte am Mittwoch auf dpa-Anfrage entsprechende Überlegungen. Unklar ist, ob es sich bei dem Bild um einen echten Caravaggio handelt oder um eine zeitgenössische Kopie.
Nach Einschätzung der Berliner Gemäldegalerie ist das Gemälde durch den Raub allerdings so ramponiert, dass es nicht transportiert werden kann. «Es wäre unverantwortlich, es so verreisen zu lassen», sagte der zuständige Caravaggio-Experte Roberto Contini.
Das Gemälde «Die Festnahme Christi» war 2008 aus einem Museum in Odessa gestohlen worden. In einer länderübergreifenden Aktion von Bundespolizei und der Sondereinheit GSG9 war es Ende Juni in Berlin sichergestellt worden. Drei Mitglieder einer Diebesbande wurden gefasst.
Das Bundeskriminalamt habe angeregt, das Bild beim Besuch des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch am 30./31. August in Deutschland zurückzugeben, sagte Herbeth. «Wenn es gewünscht wird, ist die Staatsanwaltschaft dazu bereit.» Die ukrainische Tageszeitung «Segodnja» hatte über die Pläne berichtet.
Nach Angaben von Contini gehen die meisten Kunstexperten davon aus, dass das Original der «Festnahme Christi» in Dublin hängt und das Werk aus Odessa lediglich eine Kopie ist. Die Ukraine hat das bisher offiziell nicht bestätigt.
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