| Ein Postimpressionist in Giverny: Maximilien Luce-Retrospektive |
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| Freitag, 30. Juli 2010 um 07:24 Uhr | ||
Paris (dpa) - Maximilien Luce gehört zu den großen Malern des Postimpressionismus. Seine herrlichen Seine-Ansichten in mauvefarbenem Licht sind weltbekannt. Was das Impressionisten-Museum in Giverny bis zum 31. Oktober zeigt, geht jedoch weit über die Landschaftsdarstellungen und Porträtmalereien hinaus. Die Retrospektive «Maximilien Luce, der Neoimpressionist» deckt rund 40 Jahre seiner Schaffenszeit ab. Ein gewisses Wagnis, denn das Spätwerk des Künstlers (1858-1941) erstaunt und verwirrt zugleich: Statt Landschaften und nächtliche Stadtansichten von Paris und London malt er Bilder des Ersten Weltkriegs. Die rund 80 Werke bezaubern, werfen jedoch gleichzeitig zahlreiche Fragen auf.
Luce, der 1858 in Paris geboren wurde, hinterließ ein ebenso umfassendes wie vielfältiges Werk. Seine bekanntesten Arbeiten sind die aus den Jahren zwischen 1887 und 1900: die Pariser Notre-Dame, Meeresansichten, das Parlament von London, der Louvre bei Nacht, die alle in herrlich dunkelviolettes Licht getaucht sind. Die Abenddämmerung war der Augenblick, den der Künstler mit seiner Technik der reinen Farben in kleinen Punkten bevorzugte.
Was jedoch erstmals in einer Ausstellung in diesem Umfang zu sehen ist, sind die Spätwerke des französischen Künstlers, der mit Camille Pissarro und Georges Seurat eng befreundet war. Mit der Darstellung arbeitender Menschen vor Stahlöfen glorifiziert er die Welt der Arbeiter, und die verletzten und agonisierenden Soldaten vor dem Pariser Ostbahnhhof sind moderne Historienmalereien, jedoch ohne jeglichen Pathos. «Wir sind uns durchaus bewusst, dass diese Ausstellung Fragen aufwirft. Die Entwicklung des Künstlers ist verwirrend, aber deshalb umso interessanter», erklärte Diego Candil, der Direktor des Musée des Impressionnismes in Giverny.
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