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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Erstes Impressionisten-Festival in Frankreich Von Sabine Glaubitz, dpa PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 01. Juni 2010 um 06:51 Uhr

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Paris (dpa) - Zwischen 1892 und 1895 beschäftigte sich der französische Maler Claude Monet praktisch nur mit der Kathedrale von Rouen. Das gotische Gotteshaus diente dem Vater des Impressionismus als Motiv einiger seiner Meisterwerke. In Rouen, Etretat, Le Havre und Honfleur fanden die Impressionisten und ihre Vorläufer die Atmosphäre und das Licht, die ihre Bilder so berühmt machen sollten. Die Normandie spielte bei der Entstehung des Impressionismus vor mehr als 130 Jahren eine wichtige Rolle, an die sie mit dem ersten Impressionisten-Festival erinnert. Mit parallelen Ausstellungen ab Anfang Juni wie «Eine Stadt für den Impressionismus. Monet, Pissarro und Gauguin in Rouen» oder «Millet, am Vorabend des Impressionismus» in Cherbourg erreicht das Kulturfestival seinen Höhepunkt.

 

«Den Sommer der Impressionisten», nennt Laurent Fabius, ehemaliger Premierminister Frankreichs und Mitinitiator des Events, diesen Teil des Mammutprogramms mit insgesamt rund 300 Veranstaltungen. Der Startschuss zu dem Festival, das bis Ende September dauert, fiel bereits im April in Giverny. Dort befinden sich die berühmten Monet- Gärten, in denen der Maler seine herrlichen Seerosenbilder schuf. «Der Impressionismus entlang der Seine. Von Renoir und Monet bis Matisse» lautet der Titel der Giverny-Ausstellung, mit der das Impressionismus-Museum den Reigen der Veranstaltungen eröffnet hat, zu denen auch Konzerte, Theateraufführungen und Kolloquien gehören.

 

Cherbourg, Fécamp, Dieppe, Honfleur und Etretat: Städte, deren Häuser- und Hafenansichten heute in den größten Museen der Welt hängen. Eugène Boudin stellte seine Staffelei in seiner Heimatstadt Honfleur auf. Zu seinen Lieblingsmotiven gehörten die Straßen der Stadt wie die rue Haute oder rue Varin, vor allem aber die Holzkirche Sainte-Catherine, die auch Johan Barthold Jongkind auf Leinwand verewigt hat. Die Stadt hat Boudin nach seinem Tod ein Museum gewidmet. Unter dem Titel «Honfleur zwischen Tradition und Modernität 1820-1900» zeichnet eine Ausstellung die Entwicklung von den Vorläufern des Impressionismus bis zum Postimpressionismus nach. Zu sehen sind (bis 6. September) Werke von Corot, Courbet, Seurat, Monet und Vuillard.

 

In Le Havre nimmt 1872 die eigentliche Geschichte des Impressionismus ihren Ausgang. Monet saß am Fenster des Hotels Amirauté mit Blick auf den Hafen und vollendete mit letzten Pinselstrichen sein Seebild «Impression soleil levant» (Impression, Sonnenaufgang), das der Bewegung ihren Namen geben sollte. Auch Camille Pissarro bewunderte die Stadt und das bunte Treiben im Hafen. Das ehemalige Museum für Schöne Künste, das Monet noch gemalt hat, existiert nicht mehr, wie viele der Häuser der Stadt, die im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört wurde. Heute finden die großen Ausstellungen in dem 1961 eröffneten Musée Malraux statt. Dort wird bis zum 19. September im Rahmen des Festivals «Der unbekannte Degas» präsentiert - eine Schau mit Werken aus der Sammlung Senn.

 

Ein weiterer Höhepunkt sind die zahlreichen Sommerveranstaltungen in Rouen, darunter die Ausstellung «Eine Stadt für den Impressionismus. Monet, Pissarro und Gauguin in Rouen» (bis 26. September). Seit der Renaissance schon hat die Stadt der «hundert Glockentürme» Künstler angezogen, doch mit dem Impressionismus erreichte sie einen nie zuvor bekannten Bekanntheitsgrad. Turner, Jongkind, Sisley, Monet und Pissarro fingen die besondere Atmosphäre der Seine-Stadt ein, in der die herrlichsten Gemälde-Serien der Kunstgeschichte entstanden sind. Einige von ihnen sind in der Werkschau zu sehen.

 


www.normandieimpressioniste.com

 



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