| Campendonk-Bilder sollen doch nach Penzberg |
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| Donnerstag, 03. Juni 2010 um 07:09 Uhr | ||
München/Penzberg (dpa) - Die Bilder aus dem Nachlass des «Blauer Reiter»-Künstlers Heinrich Campendonk kommen voraussichtlich doch ins oberbayerische Penzberg. Einer Privatinitiative sei es gelungen, die fast 90 Arbeiten des berühmten expressionistischen Malers für die Gemeinde zu sichern, wie die Stadt Penzberg am Mittwoch mitteilte. Der Rat hatte den Ankauf der Bilder Mitte März abgelehnt, danach war auch München als Käufer der Sammlung im Gespräch. Nun werde die Unternehmerfamilie Mast («Jägermeister») die wertvollen Ölgemälde, Aquarelle und Zeichnungen kaufen und der Stadt als kostenlose Leihgabe zur Verfügung stellen. Der Rat müsse dem Plan auf einer Sitzung am 15. Juni allerdings noch zustimmen.
Der Leihvertrag solle zunächst auf 15 Jahre geschlossen werden und könne anschließend verlängert werden. «Es ist der ausdrückliche Wunsch der Unternehmerfamilie Mast, dass diese Sammlung von Werken Campendonks als Ganzes erhalten bleibt und in Penzberg und Umgebung ausgestellt wird», teilte der Erste Bürgermeister Hans Mummert mit.
Campendonk war Mitglied der Künstlergruppe «Blauer Reiter», zu der auch Wassily Kandinsky und Franz Marc gehörten. Seine Erben hatten sein Werk zuvor für 4,1 Millionen Euro der Stadt Penzberg angeboten, die der Maler auf mehreren seiner Bilder verewigt hatte. Nach der Ablehnung durch den Rat hatten Bürger angekündigt, Geld für den Kauf sammeln zu wollen.
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