| Hamburger Galerie der Gegenwart wird doch nicht geschlossen |
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| Freitag, 04. Juni 2010 um 06:46 Uhr | ||
Hamburg (dpa) - Die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle wird nun doch nicht geschlossen. «Die defekten Brandschutzklappen können bei laufendem Betrieb ausgetauscht werden», sagte eine Sprecherin der Kulturbehörde am Mittwochabend. Darauf hätten sich die Techniker des Vermieters, der Behörde und der Kunsthalle geeinigt. Die Arbeiten sollen im Juli beginnen und im November abgeschossen sein. Die Schließung der Galerie der Gegenwart hatte zu heftigem Streit zwischen Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) und Kunsthallen-Direktor Hubertus Gaßner geführt. Während die Senatorin die Brandschutzklappen als Grund anführte, hatte Gaßner betont, es handele sich um Einsparmaßnahmen.
Für die 200 000 Euro, die die Kunsthalle in diesem Jahr einsparen müsse, habe man einen Weg gefunden, sagte Gaßner am Donnerstag. «Damit ist das Problem hoffentlich beendet, und ich wäre furchtbar dankbar, wenn wir endlich zur Kunst zurückkommen könnten», sagte Gaßner.
Trotz dieser Entwicklung wollten die Freunde der Kunsthalle am Donnerstagabend nach der Eröffnung der Ausstellung «Segeln was das Zeug hält! Niederländische Gemälde des Goldenen Zeitalters» im Hubertus-Wald-Forum eine Menschenkette um die Kunsthalle bilden. «Die Tatsache, dass die Ausstellung "David Tremlett. Drawing Rooms" nun doch wie geplant gezeigt werden kann, soll nicht darüber hinweg täuschen, dass den Hamburger Museen langsam aber sicher die finanzielle Grundlage entzogen wird», hatte der Freundeskreis mitgeteilt. Außerdem wollten sie eine Postkarten-Aktion an Bürgermeister Ole von Beust (CDU) starten. «Wir erwarten von ihm eine Neustrukturierung der Kulturförderung in Hamburg!», hieß es.
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