| 100 Jahre Villa Massimo - «Kleinod der Kulturnation» |
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| Freitag, 04. Juni 2010 um 06:46 Uhr | ||
Rom (dpa) - Prominenz aus Kultur, Wissenschaft und Politik hat am Donnerstag das 100-Jahr-Jubiläum der Deutschen Akademie in Rom und damit der Villa Massimo gefeiert. Kulturstaatsminister Bernd Neumann nannte die Villa «ein Kleinod der Kulturnation Deutschland, eine kulturelle Oase, die hier in Rom eine große Strahlkraft entwickelt hat.» Gleichzeitig sei die Deutsche Akademie ein Symbol für die engen kulturellen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland, so Neumann bei der Feier: «In keinem Land der Welt unterhält Deutschland ein vergleichbar dichtes Netz kultureller Institutionen wie in Italien.»
Der Staatsminister ging nachdrücklich auch auf den Stellenwert der Kultur in Krisen- und Spar-Jahren ein: «Wie brauchen diese Freiräume der Kunst und Kultur gerade in Zeiten, in denen Meldungen über ökonomische Schreckensszenarien alles andere zu überdecken drohen», unterstrich Neumann. «Kultur ist ein wesentliches Fundament unserer Gesellschaft und deshalb ist jeder Euro, der in die Kultur fließt, eine Investition in die Zukunft», warnte er vor Kürzungen. Unter Neumann war die Förderung der Villa mit Bundesgeldern deutlich auf gut zwei Millionen Euro jährlich angehoben worden, wofür Joachim Blüher, seit 2003 Akademie-Direktor, dem Staatsminister dankte.
In der Villa Massimo können sich jedes Jahr jeweils zehn deutsche Künstler aus den Sparten Bildende Kunst, Architektur, Literatur und Musik (Komposition) frei von finanziellem Druck fortentwickeln. Mit ihrer wechselhaften Geschichte steht sie vor allem auch für privates Kulturengagement. Der preußische Unternehmer und Mäzen Eduard Arnhold entdeckte nach langem Suchen das Gelände, auf dem unter anderem zehn komfortable Wohnateliers errichtet worden sind. Der jüdische Förderer vermachte alles dem Staat. Neumann würdigte das Mäzenatentum Arnholds und das des Verlegers Rolf Becker, der bei der Feier anwesend war.
Die Akademie hatte den Festakt zum Jubiläum auf den Tag ihres traditionellen und bei Italienern sehr beliebten Sommerfestes gelegt. So wurden für den Abend etwa 2000 Gäste aus Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf dem weitläufigen Parkgelände der Villa erwartet. Präsentiert werden sollten dabei auch die Arbeiten der Stipendiaten, und ein DJ-Set aus Berlin und Rom wurde angeheuert.
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