| «Segeln, was das Zeug hält!» in der Kunsthalle |
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| Freitag, 04. Juni 2010 um 06:46 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Unter dem Motto «Segeln, was das Zeug hält!» zeigt die Hamburger Kunsthalle von diesem Freitag an bis zum 12. September niederländische Gemälde des 17. Jahrhunderts. «Die Bilder wecken beim Betrachter die Sehnsucht nach Meer, nach Weite und Freiheit», sagte Kuratorin Prof. Martina Sitt am Donnerstag in Hamburg. Zu sehen sind rund 80 Meisterwerke aus internationalen Sammlungen wie dem National Maritime Museum in Greenwich/London und aus dem Bestand der Kunsthalle. Im Zentrum stehen spektakuläre Werke von den Hauptvertretern dieses Genres - Ludolf Backhuysen, Jan Porcellis, Willem van de Velde und Simon de Vliegher. Danach ist die Schau in der Villa Vauban in Luxemburg zu sehen.
Das Goldene Zeitalter in den Niederlanden umfasste ungefähr das 17. Jahrhundert. Es war eine wirtschaftliche Blütezeit, die auch Kultur und Kunst erfasste. In dieser Epoche stieg die kleine Republik der Vereinigten Niederlande, gegründet 1581, zur Weltmacht und Handelsnation auf. Viele Menschen, die in anderen Ländern aufgrund ihres Glaubens verfolgt wurden, flüchteten in die junge Republik, die ihnen Arbeit, Religions- und Bewegungsfreiheit bot. Der rege Übersee- Handel mit den Kolonien brachte den Niederlanden großen Reichtum.
Viele Gemälde zeigen die großen Seeschlachten der niederländischen Geschichte - schließlich spielte sich das wirtschaftliche und politische Schicksal des Goldenen Zeitalters am und im Wasser ab. «Die Sicherung der Handelswege war immer ein wichtiger Grund - dafür haben die Holländer die Weltmeere gesichert», sagte Sitt. Gleichzeitig vermittelten die Werke einen Eindruck von Seefahrt, die so nie stattgefunden habe. Die Bilder erlaubten vielmehr zahlreiche Interpretationen: das Schiff als Metapher des Lebens, als Symbol für den Staat oder für die Erkundung von fernen Ländern.
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