| Aus roten Lampen wispern Geschichten |
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| Samstag, 05. Juni 2010 um 07:11 Uhr | ||
Emden (dpa/lni) - Außergewöhnlich rote Zeichnungen sind das Markenzeichen der Berliner Künstlerin Brigitte Waldach. Die ehemalige Meisterschülerin von Georg Baselitz wurde auch durch Werke zum «Deutschen Herbst» und zum Thema Rote Armee Fraktion (RAF) bekannt. Eine umfassende Schau ist von Samstag (05.) an bis zum 5. September in der Emder Kunsthalle zu sehen.
Gezeigt wird dabei auch die Licht-Klang-Installation «Im privaten Licht der Öffentlichkeit». Sie besteht 100 roten Lampen, die zur Hälfte von Privatleuten stammen. Aus Lautsprechern wispern laute und leise Geschichten zur Herkunft dieser Lampen. Dadurch entsteht eine flüsternde Klangwolke aus privaten Erinnerungen und Gedanken einzelner Menschen.
«Rot ist für mich eine starke, symbolische Farbe», sagte die Künstlerin am Freitag bei der Vorstellung der Ausstellung. «Ich bevorzuge das sehr ästhetische Kaminrot. Es ist auch die Lieblingsfarbe der meisten Menschen.»
Waldach lässt großformatige und manchmal mehrteilige Raumzeichnungen mit Figuren aus der Populär- und Hochkultur entstehen. Diese ergänzt sie mit Zitaten aus Dramen Shakespeares und Becketts, mit Texten von Franz Kafka, Edgar Ellen Poe oder philosophisch-theoretischen Schriften.
ls Sommerschau präsentiert die Emder Kunsthalle daneben «Highlights. Meisterwerke der Sammlung» aus eigenem Bestand. Zu sehen sind vor allem Bilder der berühmten Künstlergruppen «Der blaue Reiter» und «Die Brücke». Darunter sind Werke der Maler Franz Marc, Alexey von Jawlensky, Max Pechstein oder Emil Nolde. Weiterer Schwerpunkt sind die farbig aufgeladenen Arbeiten der Gruppe «CoBrA» mit den Künstlern Asger Jorn, Pierre Alechinsky und Karel Appel.
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