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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Museumsinsel feiert Welterbe - Schlossbau gefordert Von Nada Weigelt, dpa PDF Drucken E-Mail
Montag, 07. Juni 2010 um 06:47 Uhr

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Berlin (dpa) - Die Berliner Museumsinsel hat am Sonntag mit der Wiedereröffnung des historischen Kolonnadenhofs ihre Ernennung zum Weltkulturerbe vor zehn Jahren gefeiert. Führende Kulturpolitiker nutzten den Festakt, um vor einem Aufschub der Baupläne für das in unmittelbarer Nähe gelegene Stadtschloss zu warnen.

 

Ohne ihre «Schwester im Geiste» bleibe die Museumsinsel unvollständig, sagte Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz. Das mit dem Schloss geplante Humboldt-Forum sei eine einmalige Gelegenheit, Deutschland als weltoffene Kulturnation zu präsentieren: «Krise hin oder Krise her - wir sollten die historische Chance nicht leichtfertig verspielen oder verschieben.»

 

Auch der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, appellierte erneut an die Bundesregierung, die Baupläne nicht zu gefährden. «Wo wenn nicht hier gegenüber der Museumsinsel muss unsere Gesellschaft den Kulturdialog fortsetzen.»

 

In der schwarz-gelben Koalition gibt es Überlegungen, den auf mehr als eine halbe Milliarde Euro veranschlagten Wiederaufbau der Preußen-Residenz aus Geldnot zu verschieben. Kurz vor der Sparklausur des Kabinetts am Sonntag hatte zuletzt der «Spiegel» berichtet, das Mammutprojekt könne erst realisiert werden, wenn die Bundesfinanzen saniert seien.

 

In dem sogenannten Humboldt-Forum sollen nach bisheriger Planung die Sammlungen außereuropäischer Kunst unterbracht werden und mit der europäischen Kunst auf der Museumsinsel - darunter der Nofretete und dem Pergamon-Altar - einen Ort der Weltkultur bilden.

 

Die Museumsinsel mit ihren insgesamt fünf Häusern war vor zehn Jahren von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden. Mit dem nach dreijähriger Sanierung wiedereröffneten Kolonnadenhof vor der Alten Nationalgalerie gewinne die Stadt einen «zauberhaften Ort zurück, ein Refugium von einzigartiger Qualität», sagte Parzinger.

 

In Vertretung von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) betonte Abteilungsleiterin Ingeborg Berggreen-Merkel, die Aufnahme in die UNESCO-Liste sei auch eine Verpflichtung, das Kulturerbe zu schützen. «Die Patientin Museumsinsel hat in den vergangenen zehn Jahren ihre einstige Würde und Ausstrahlung zurückerhalten, auch wenn sie noch einige Jährchen in Behandlung bleiben muss. Aber sie hat gute Ärzte.»

 

Die Bausubstanz des weltweit einmaligen Ensembles wurde im Krieg zu mehr als zwei Dritteln zerstört. Teil des Bewerbung um die UNESCO- Auszeichnung war ein sogenannter Masterplan, der die Sanierung des Komplexes für mehr als eine Milliarde Euro vorsah. Drei Museen sind bereits wiedereröffnet, bis 2025 soll das Projekt abgeschlossen sein.

 

Mit inzwischen fast drei Millionen Besuchern im Jahr ist die Museumsinsel die größte Kulturattraktion Berlins. «Sie nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch die Menschheitsgeschichte, aber auch durch die Museumsgeschichte», sagte der Präsident der Deutschen UNESCO-Kommission, Walter Hirche.

 

 

http://www.museumsinsel-berlin.de/

 



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