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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Aktionskünstler Muehl entschuldigt sich für Missbrauch PDF Drucken E-Mail
Freitag, 11. Juni 2010 um 06:26 Uhr

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Wien (dpa) - Der umstrittene österreichische Aktionskünstler Otto Muehl (84) hat sich in einem offenen Brief bei seinen Missbrauchsopfern entschuldigt. Der Verfechter der «freien Liebe» war 1991 wegen Drogenmissbrauchs, Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen verurteilt worden und musste eine siebenjährige Haftstrafe verbüßen. Kurz vor seinem 85. Geburtstag wandte er sich nun erstmals reumütig an seine Opfer.

 

«Ich bereue es sehr», schrieb Muehl als Kernaussage vor zwei Tagen in einem Brief an die Leiterin des Muehl Archivs, Daniele Roussel. Sie verlas das Schreiben am Donnerstag bei der Pressekonferenz zu einer Muehl-Ausstellung im Leopold Museum in Wien, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Die Verurteilung Muehls und seine Uneinsichtigkeit hatten immer die Wahrnehmung seines künstlerischen Werks überschattet.

 

Muehl sorgte in den 1960er Jahren als einer der Mitbegründer des Wiener Aktionismus für Skandale. Sein zentrales Anliegen ist, die Trennung zwischen Kunst und Leben aufzuheben und die soziale Utopie von Freiheit und Gleichberechtigung ohne gesellschaftliche Zwänge zu leben. 1972 gründete er eine Kommune, in der freie Sexualität gelebt wurde. Ehemalige Mitbewohner bezichtigten ihn später des sexuellen Missbrauchs. «Dass ich mich öffentlich entschuldige, mache ich heute, weil ich auf keinen Fall das Gefühl hinterlassen möchte, dass es mich kalt lässt, dass ich Menschen verletzt habe und dass sich Menschen von mir verletzt gefühlt haben», heißt es in dem Brief.

 



Tags: muehl  brief  leben  
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