| Staatliche Kunstsammlungen feiern Albertinum-Wiedereröffnung |
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| Dienstag, 15. Juni 2010 um 06:52 Uhr | ||
Dresden (dpa) Festakt und Kunstparty: Im 450. Jahr ihres Bestehens feiern die Staatlichen Kunstsammlungen an diesem Wochenende die Moderne. Zur Wiedereröffnung des sanierten und um ein Kunstdepot erweiterten Albertinums als «Haus der Moderne» trifft sich die Kunstszene in Dresden. Zum Opening sind rund 800 Gäste geladen. Dazu gehören auch die 46 Künstler, die für eine Benefizauktion zugunsten der geretteten Dresdner Gemälde nach der Flutkatastrophe 2002 Werke spendeten. Der Erlös bildete den Grundstock für die Generalsanierung des Ausstellungsgebäudes an der Brühlschen Terrasse.
Namen werden bisher nicht offiziell genannt. Es wird aber damit gerechnet, dass Gerhard Richter und Georg Baselitz anreisen. Beide aus Sachsen stammenden Maler haben eigene Säle im Albertinum. Auch der Leipziger Maler Neo Rauch hat angedeutet, sich das Kunstereignis nicht entgehen zu lassen. Am Sonntag dann öffnet das neue Domizil der Galerie Neue Meister und der Skulpturensammlung auch für Publikum.
Zum Festakt am Samstag im neuen Foyer unter der «schwebenden Arche» sind Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und der Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie, Tony Cragg, als Redner angekündigt. Schirmherr ist EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der aber nicht kommt. Kanadas Botschafter Peter M. Boehm eröffnet die Schau mit aktuellen Werken des Fotografen Jeff Wall im nahen Lipsiusbau, im Albertinum beginnt zugleich die erste Sonderschau «Das versprochene Land» als Dank an Künstler, die Werke für die Benefizauktion gaben.
Bei der Party im neuen Foyer unter der «Brücke der Kunst» können die Gäste etwas für den alten Canaletto tun: Der Verein Museis Saxonicis Usui hat eine stille Auktion mit Werken Dresdner Künstler wie Scheibitz, Havekost, Brokof, Holzapfel, Hornig, Lindner oder Nitsche. Der Reinerlös fließt in die Restaurierung eines der berühmtesten Dresdner Gemälde: die Vedute «Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke» von Bernardo Bellotto, genannt Canaletto (1721-1780).
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