| Riesige Kunst: Warnhütchen kommen noch dieses Jahr |
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| Dienstag, 15. Juni 2010 um 06:52 Uhr | ||
Herford (dpa/lnw) - Das Kunstprojekt in Herford mit zwei meterhohen Verkehrswarnhütchen ist beschlossene Sache, jetzt beginnen die Vorbereitungen. «Wir rechnen damit, dass die Pylone noch in diesem Jahr aufgestellt werden», sagte Stadtsprecher René Schilling am Montag. Am Vortag war ein Bürgerentscheid gegen das Vorhaben mangels Beteiligung gescheitert.
Eine Bürgerinitiative hatte rund 4000 Unterschriften gegen die rund 5,5 Meter hohen, orangefarbenen Fiberglas-Pylone gesammelt. Der Stadtrat blieb aber bei seiner Planung, die «Safety Cones» des amerikanischen Künstlers Dennis Oppenheim zu genehmigen. Zwar wandten sich am Sonntag fast 68 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen die Pylonen und nur 32 Prozent dafür. Unter dem Strich machten die Gegner der Aktion aber nur 16,9 Prozent der Stimmberechtigten aus, notwendig wäre aber eine Mehrheit aus mindestens 20 Prozent der Stimmberechtigten gewesen.
Die «Safety Cones» sind Teil eines Projekts des Museums Marta, mit dem die fünf früheren Stadttore wieder ins Bewusstsein gerückt werden sollen. Oppenheims Fiberglas-Skulpturen sollen an das frühere Bergertor erinnern und zehn Jahre lang an der heute vielbefahrenen Kreuzung stehen. Jetzt müsse der Vertrag zwischen der Stadt und den Sponsoren der Aktion geschlossen werden, sagte der Stadtsprecher. Zudem seien ein Bauantrag und technische Vorbereitungen notwendig.
«Die geringe Wahlbeteiligung unterstreicht: Die Mehrheit unserer Bürgerschaft hatte zumindest nichts gegen die Pylonen», sagte Bürgermeister Bruno Wollbrink (SPD). «Für die Stadt Herford ist es ein gutes Ergebnis.» Der Direktor des Museums Marta, Roland Nachtigäller sagte, Kunst müsse gesehen, erfahren, diskutiert werden. «Ich möchte in diesem Ergebnis auch ein Stück Weltläufigkeit und neugierige Aufgeschlossenheit lesen. Eine Mehrheit in der Stadt will erst einmal sehen, wie Kunst wirkt, bevor sie sich ein abschließendes Urteil macht.»
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