| Schau «Tanz der Farben» zeigt grafisches Werk des «Blauen Reiter» |
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| Freitag, 18. Juni 2010 um 07:06 Uhr | ||
München (dpa/lby) - Bunt, zart pastell und düster - vielfältig und ausdrucksreich präsentiert sich die Ausstellung «Der Blaue Reiter - Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafik» im Münchner Lenbachhaus. Die Schau unter dem Titel «Ein Tanz in Farben» zeigt erstmals umfassend die grafischen Bestände der «Blaue-Reiter»-Künstler. Teilweise sind noch nie gezeigte Stücke dabei, die erst jetzt richtig zugeordnet werden konnten, wie die Kuratorin der Ausstellung, Annegret Hoberg, am Donnerstag sagte.
Vom 19. Juni bis 26. September sind insgesamt 265 Blätter - teils im Postkartenformat - von 15 Künstlern zu sehen. Die Schau im Kunstbau des Lenbachhauses soll einen neuen Blick auf den «Blauen Reiter» eröffnen und auch Bezüge zwischen den Künstlern und ihren Arbeiten aufzeigen.
Die Ausstellung soll für die Besucher eine Lücke schließen, die durch die Auslagerung der «Blaue-Reiter»-Sammlung im Zuge von Bauarbeiten in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus entstanden ist. «Wir möchten mit der Ausstellung Kontinuität beweisen.» Noch bis 2012 dauern Sanierung und Neubau des Hauses, das sonst den «Blauen Reiter» beherbergt. Der Großteil der Bestände ist derzeit auf Tournee rund um die Welt, unter anderem war der «Blaue Reiter» aus München zu Gast im New Yorker Guggenheim Museum.
Die umfangreiche Sammlung des Lenbachhauses erlaube es, dass sich immer wieder neue wichtige Ausstellungen erfinden ließen, sagte Friedel. Allein für den «Tanz der Farben» konnte das Haus aus 1000 Werken auf Papier wählen. Da die grafischen Bestände zumeist im Archiv schlummern und nur für einige Werke Wechselrahmen vorhanden waren, mussten viele Rahmen neu gefertigt werden.
Wassily Kandinsky, Gabriele Münter und Alfred Kubin waren bereits eigene Ausstellungen gewidmet. Komplett zu sehen sind nun die grafischen Werke eines Dutzends teils weniger bekannter «Blaue-Reiter»-Künstler, darunter der Amerikaner Albert Bloch, Heinrich Campendonk, Robert Delaunay, Eugen von Kahler, Alexander Sacharoff und Eugen Schiemann. Erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden dabei in pastell gehaltene Werke von Schiemanns Frau Elsa - erst jetzt sei durch Nachforschungen in den Archiven aufgeklärt worden, dass das Kürzel E. im Namenszug nicht Eugen, sondern Elsa bedeute, sagte Kuratorin Hoberg.
Tags: reiter
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