| Bund gibt Zeichnung von Adolph von Menzel zurück |
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| Samstag, 19. Juni 2010 um 07:51 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Die Bundesrepublik gibt eine Bleistiftzeichnung des Berliner Malers Adolph von Menzel (1815-1905) an die Erben der jüdischen Eigentümer zurück. Das Blatt mit dem Titel «Bildnis eines alten Herrn» befand sich bisher als Leihgabe der Bundesrepublik in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, wie das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen am Freitag in Berlin mitteilte. Früher gehörte die Zeichnung zur privaten Kunstsammlung des Malers Max Liebermann.
Nach dessen Tod 1935 wollte Liebermanns Witwe Martha wegen der Verfolgung durch die Nationalsozialisten Deutschland verlassen. Sie konnte aber die Sonderabgaben, die die Nazis von ihr verlangten, nicht bezahlen. Vor der drohenden Deportation in das Konzentrationslager Theresienstadt nahm sie sich 1943 in Berlin das Leben.
Das «Bildnis eines alten Herrn» geht jetzt über eine Anwaltskanzlei an Erben in Übersee. Sie möchten nach Behördenangaben nicht genannt werden.
Tags: berlin
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