| Besucherrekord bei «Extraschicht» im Ruhrgebiet |
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| Montag, 21. Juni 2010 um 06:50 Uhr | ||
Dortmund/Bochum (dpa/lnw) - Ein restaurierter Stummfilm im Stahlwerk, Theater in einer Kohlenmischhalle und ein Klaviermarathon in einer ehemaligen Industriehalle: Am Samstagabend hat das Ruhrgebiet wieder eine «Nacht der Industriekultur» zelebriert. Mehr als 200 000 Menschen besuchten die 200 Veranstaltungen der zehnten «Extraschicht» - neuer Rekord, wie die Veranstalterin Ruhr Tourismus GmbH anschließend mitteilte. Rund 50 Industriedenkmäler und Wahrzeichen im Ruhrgebiet wurden zu Bühnen für Kunst und Kultur - als Zeichen für den Strukturwandel der Region.
In diesem Jahr war das Kulturfestival gleichzeitig das Sommerfest der Kulturhauptstadt. Entsprechend waren 20 Projekte von Ruhr.2010 ins Programm integriert. So wurde etwa in der Henrichshütte in Hattingen das frisch restaurierte Stummfilm-Bergwerksdrama «Schlagende Wetter» von 1923 mitsamt Livemusik vom WDR-Orchester aufgeführt. Tausende Menschen besuchten den U-Turm in Dortmund, ein einstiges Brauereihochhaus, an dem Regisseur Adolf Winkelmann bei einem Video-Glockenspiel sechs Meter hohe Tauben in der Dachkrone landen ließ.
Im Stadion des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund präsentierten jugendliche Street-Artisten aus dem Revier Breakdance und BMX-Stunts. Ihre Finalshow «Urbanatix» lockte nach Mitternacht noch rund 10 000 Zuschauer in das Stadion.
Auch an den übrigen Spielorten in Bochum, Dinslaken, Gelsenkirchen und Oberhausen kamen nach Mitternacht noch tausende Besucher zum Finale. Bei einer Theater-Performance auf dem Kanal in Gelsenkirchen harrten die Zuschauer trotz heftigem Regen aus. Bis weit in die Nacht pendelten 30 speziell eingerichtete Shuttlebuslinien auf rund 600 Kilometern zwischen den Spielorten im Ruhrgebiet.
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