| Rundgänge durch Skulpturen und Gemälde im Albertinum |
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| Montag, 21. Juni 2010 um 06:50 Uhr | ||
Dresden (dpa) - Im neuen Albertinum Dresden gibt es mit zwei Ausnahmen separate Dauerausstellungen der Skulpturensammlung und der Galerie Neue Meister. Im Klingersaal und in den Gemäldesälen treten beide Genre teils in einen Dialog. Ebenerdig führt der Rundgang von der Skulpturenhalle mit Werken von Rodin bis zur Gegenwart, darunter Rodins «Denker», die «Kniende» von Wilhelm Lehmbruck sowie Arbeiten von Fritz Cremer, Wieland Förster, Hans Arp, Henry Moore und Per Kirkeby bis zu Schlüsselwerken der jüngsten Kunst von Tony Cragg und Thomas Scheibitz. Dabei handelt es sich um Erwerbungen und Dauerleihgaben. Es können nun viele Werke gezeigt werden, die aus Platzmangel bisher verborgen blieben.
Die Antikensammlung, die in zwei Jahren in ihre angestammten Räume im Semperbau des Zwingers umziehen soll, ist in einem gläsernen Depot zu sehen. Klinger- und Mosaiksaal, Gründerzeiträume mit Seitenlicht und Treppen, sind der Malerei und Skulptur des Fin de Siècle mit Plastiken von Klinger und Gemälden der Wagner-Zeit sowie dem Klassizismus und der Kunst des Bildhauers Ernst Rietschels gewidmet. Zwei Schaudepots «Antike bis Barock» und «Barock bis Gegenwart» geben ein Überblick über alle Bestände der Sammlung.
Dort sind Sphinxen und Grabstelen aus Ägypten, griechische Götter, römische Edelstein-Büsten und Vasen sowie barocke Putten, Denkmal- Modelle und Fürstenbildnisse des 19. Jahrhunderts, Plastiken von Hans Arp, Hermann Glöckner und Theo Balden versammelt. Der «Ägypter», den Ulrich Rückriem für das neue Albertinum schuf, weist dann wieder den Weg in die Gegenwart.
In den Oberlichtsälen im ersten Obergeschoss hängen Werke der Romantiker, die Kunst der «Brücke», von Otto Dix und Oskar Kokoschka. Für einen Kontrast sorgt etwa die «Marble Door» des chinesischen Architekten Ai Weiwei im Raum mit Bildern von Lovis Corinth und Max Slevogt. Auch bei Georg Baselitz steht eine Holzskulptur zwischen den elf Gemälden des Künstlers. Ein weiterer Raum ist A.R. Penck gewidmet, von dem acht teils frühe Werke zu sehen sind. Gerhard Richter hat zwei Räume mit 13 älteren Bildern sowie zwei ganz neuen Werken eingerichtet.
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