| Ausstellung zu Skulpturen und ihren Sockeln |
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| Mittwoch, 23. Juni 2010 um 06:41 Uhr | ||
Remagen (dpa/lrs) - Dem Verhältnis von Figur und Sockel in der Bildhauerei widmet das Arp Museum in Remagen eine ganze Ausstellung. In «Das Fundament der Kunst. Die Skulptur und ihr Sockel seit Auguste Rodin» werden von diesem Donnerstag an rund 80 Werke international bekannter Künstler gezeigt. Im Zentrum der Schau stehen 15 Arbeiten vom Namensgeber des Museums, Hans Arp. Er habe die festgelegte Rollenverteilung von «oben» und «unten» aufgelöst und Kunstwerk und Sockel stattdessen immer wieder neu miteinander kombiniert, teilte das Museum in seiner Vorankündigung zur Ausstellung (bis 24.10.) mit. Seit der Antike habe der Sockel eine ausschließlich dienende Funktion erfüllt, hieß es weiter. Er hielt den Betrachter auf Abstand, indem er das Kunstwerk über ihn stellte und es damit in eine eigene Sphäre erhob. Erst mit dem Schaffen des französischen Bildhauers Rodin (1840-1917), der seine Skulpturen auf Augenhöhe präsentierte, hätten sich dem Unterbau in der Kunst neue und überraschende Perspektiven eröffnet. Viele Bildhauer hätten den Sockel danach selbst zum Kunstobjekt oder zum Aktionsraum gemacht.
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