| «Gottespoesie» - Ausstellung zu arabischer Schriftkunst |
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| Donnerstag, 24. Juni 2010 um 06:47 Uhr | ||
Erlangen (dpa/lby) - Die Schönheit, künstlerische Ausdruckskraft und Spiritualität der arabischen Schriftkunst will eine Ausstellung in Erlangen von diesem Sonntag (27. Juni) an zeigen. Gerade die Schriftkunst könne Brücken zwischen den drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam schlagen, da allen drei Religionen das Wort heilig sei, betonten die Organisatoren im Vorfeld. Die Schau unter dem Titel «Gottespoesie» in der Hugenottenkirche ist ein Gemeinschaftsprojekt des Lehrstuhls für Orientalische Philologie an der Universität Erlangen-Nürnberg, der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde und der katholischen Erwachsenenbildung der mittelfränkischen Stadt.
In der gegenwärtigen Diskussion um die Integration der Muslime in Deutschland habe die islamische Kunst bisher zu wenig Beachtung gefunden, hieß es weiter. Dabei würden beispielsweise Schriftkunst (Kalligraphie) und Ornamentik (Arabeske) in Europa seit langem geschätzt.
Zu sehen sind bis zum 11. Juli kalligraphische Werke des in Pakistan geborenen Künstlers Shahid Alam, der seit 1973 in Deutschland lebt. Seine vorgestellten Arbeiten setzen thematisch Bibel, Koran und andere Texte miteinander in Verbindung. Begleitet wird die Ausstellung von Lesungen, Vorträgen und einer Podiumsdiskussion zum Thema «Kunst gegen Angst und Vorurteile auf dem Weg zu einem Miteinander der Religionen». Daran wird auch Innenminister Joachim Herrmann (CSU) teilnehmen.
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