| Christoph Stölzl ist Hochschulpräsident in Weimar |
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| Freitag, 25. Juni 2010 um 06:37 Uhr | ||
Weimar (dpa/th) - Der Berliner Historiker Christoph Stölzl ist neuer Präsident der Musikhochschule «Franz Liszt» in Weimar. Der 66- Jährige wurde am Donnerstag feierlich in sein Amt eingeführt und wird die traditionsreiche Hochschule ab 1. Juli sechs Jahre leiten. Der ehemalige CDU-Politiker, Journalist und Museumschef wird Nachfolger des Pianisten Rolf-Dieter Arens, der seit 2001 die Hochschule leitete. Thüringens Bildungsminister Christoph Matschie (SPD) erklärte, Stölzl sei mit seinen langjährigen und vielfältigen beruflichen Erfahrungen ein Gewinn für die Musikhochschule, die vor genau 138 Jahren auf Vorschlag von Franz Liszt gegründet worden war.
In seiner Antrittsrede sagte Stölzl, er sei gefragt worden, was er anders machen wolle und er habe geantwortet: «Schaut Euch einmal um in Weimar. Ihr werdet staunen über das Gesamtkunstwerk Franz Liszt- Hochschule. Das ist kein Bauplatz, wo einer Gerüste aufstellen muss. Sondern ein vollendetes Sternensystem innerhalb des Kosmos Weimar.» Es gebe einen faszinierenden Zusammenklang historischer Architekturen. Und darin finde das Zusammenspiel von Künstlern und Wissenschaftlern, von Lehrern und Schülern statt mit einem einzigen Ziel: «für die ewig lebendige Energie Musik eine ideale Gegenwartsform zu finden.»
Stölzl, der Geschichte, Literaturwissenschaft und Soziologie studierte, war 2000/2001 als CDU-Politiker Berliner Wissenschaftssenator. Von 1980 bis 1987 leitete er das Münchner Stadtmuseum, danach bis 1999 als Generaldirektor das Deutsche Historische Museum zu Berlin. Danach war er Feuilletonchef und stellvertretender Chefredakteur der Tageszeitung «Die Welt». 2001 bis 2006 war er Vizepräsident des Berliner Abgeordnetenhauses. Er arbeitete auch als Honorarprofessor für Kulturmanagement an der Musikhochschule «Hanns Eisler» Berlin und der Freien Universität Berlin.
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