| Neuer Kunstpreis für Installation wird 2011 vergeben |
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| Freitag, 25. Juni 2010 um 06:37 Uhr | ||
Die Höhler-Biennale für Gegenwartskunst 2011 in Gera steht auch im Zeichen des Dix-Jahres. «UNTERWelt» lautet das Thema. Eine Jury hat nun die Arbeiten ausgesucht, die in den Gewölben gezeigt werden sollen.
Gera (dpa/th) - Zur Höhler-Biennale für Gegenwartskunst 2011 wird in Gera ein neuer Kunstpreis für Installation vergeben. Er ist mit insgesamt 9000 Euro dotiert, sagte Projektleiterin Gitta Heil am Donnerstag nach einer Sitzung der Jury. In anderthalb Tagen haben die Juroren aus 236 Einsendungen die 50 Arbeiten ausgesucht, die im kommenden Jahr in den Gewölben und Gängen unter der Ostthüringer Großstadt gezeigt werden. Aus ihnen werden im kommenden Jahr dann auch die Preisträger des neuen Kunstpreises gekürt.
Das Thema der nunmehr fünften Höhler-Biennale im kommenden Jahr lautet «UNTERWelt» und sei an die Malerei von Otto Dix angelehnt, dessen 120. Geburtstag dann gefeiert wird. Dix wurde 1891 im Geraer Stadtteil Untermhaus geboren. Das Spektrum der ausgewählten Arbeiten reicht von einem frei schwebenden Sarg zu Naturklängen bis hin zu Skulpturen aus Tetra Paks. Einige Kunstwerke werden sich im Laufe der Biennale stark verändern: So etwa eine Installation aus Kartoffeln, deren Keime in den Gewölben sprießen und verschiedene Muster bilden. Eine herausragende Rolle spielten erneut Arbeiten mit Licht sowie Klanginstallationen, hieß es.
Die Tiefkeller, in denen die Kunstwerke vom 24. Juni bis 30. Oktober 2011 gezeigt werden, wurden einst für die Lagerung von Bier angelegt. Bei der Auswahl habe darauf geachtet werden müssen, dass sie den besonderen klimatischen Bedingungen standhalten, erklärte der Leiter der Kunsthalle Erfurt und Juryvorsitzende Kai-Uwe Schierz. So hatten etwa filigrane Papierinstallationen keine Chance. «Wir haben Arbeiten ausgewählt, die das Thema UNTERWelt auf intelligente Weise aufgegriffen haben. Das war nicht immer der Fall.» Denn etliche Ideenskizzen seien klischeebehaftet gewesen. In den ausgewählten Arbeiten würden auch zeitgenössische Themen wie der Umgang mit natürlichen Ressourcen oder Voyeurismus im Internet aufgegriffen.
Insgesamt wurden 50 Ideenskizzen und fünf Reservearbeiten für die Schau ausgewählt sowie eine Performance. Davon stammen zwölf Werke von Thüringer und elf von internationalen Künstlern aus den USA, Spanien, den Niederlanden, Südkorea, Österreich und Liechtenstein.
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