| Baselitz gegen Abriss des Biennale-Pavillons |
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| Freitag, 25. Juni 2010 um 06:37 Uhr | ||
Der Maler Georg Baselitz ist gegen einen Abriss des deutschen Biennale-Pavillons in Venedig. «Man kann Geschichte nicht neu schreiben, indem man Gebäude abreißt. Nur weil einem die Story dahinter nicht passt. Das ist Unsinn», sagte Baselitz in einem Interview der Tageszeitung «Die Welt» (Freitag). Viele Bauten auf dem Biennale-Gelände hätten ihren Ursprung im Faschismus. «Und sie sind nicht unbedingt schlecht für die Kunst», sagte der Künstler. Für den besten deutschen Beitrag an diesem Ort hält Baselitz die Straßenbahnhaltestelle von Joseph Beuys von 1976. «Beuys war, wie jeder Künstler seiner Generation, noch legitimiert, den Versuch zu wagen, sich ästhetisch an dieser Zeit abzuarbeiten. Wie er das gemacht hat, das fand ich sehr eindrucksvoll», sagte Baselitz.
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