| Erweitertes Leopold-Hoesch-Museum startet neu |
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| Samstag, 26. Juni 2010 um 08:04 Uhr | ||
Düren (dpa/lnw) - Nach einer vierjährigen Sanierungs- und Bauzeit öffnet das erweiterte Leopold-Hoesch-Museum an diesem Sonntag mit einer Ausstellung. Herausragend sei die Installation des Biennale- Preisträgers Gregor Schneider «Marienstraße». Er übertrug einen zehn Meter langen Straßenausschnitt eines umgesiedelten Orts am örtlichen Braunkohletagebau. Mit dem originalen Abschnitt wurden Bürgersteig, Laterne und Gully ins Museum gebracht. Das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst hat mit dem Umbau seine Ausstellungsfläche auf 1700 Quadratmeter verdoppelt.
Auf der Rückseite des neobarocken Altbaus wurde ein moderner Bau nach dem Entwurf des in Köln und Dresden ansässigen Architekten Peter Kulka errichtet. Die klare kubische Form setze sich deutlich vom Altbau ab. Die Kosten von rund sechs Millionen Euro hätten das Land Nordrhein-Westfalen, die Dürener Peill-Stiftung zur Förderung junger Kunst, Museum und Stadt getragen.
In einer Dauerausstellung zeigt das Haus Werke aus der Sammlung mit Malerei, Grafik und Kleinskulptur. Neu ist die Raum-Licht- Installation «Lichtballett» von Otto Piene, die mit Unterstützung des NRW-Kunststiftung erworben wurde. Museumsdirektorin Renate Goldmann sieht jetzt auch Raum für größere Projekte: «Wir haben jetzt verbesserte Bedingungen, um auch große Ausstellungen hierher zu bekommen und mit anderen Einrichtungen zu kooperieren», sagte sie am Freitag. Sie erwartet eine Steigerung der Besucherzahlen von bisher jährlich 17 000 auf 30 000.
Sieben Einzelausstellungen zur Wiedereröffnung firmieren unter dem Titel «Treffpunkt Düren» und haben alle etwas mit Düren zu tun. Michael Sailsstorfer, Stipendiat der Günther-Peill-Stiftung, zeigt seine multimediale Arbeit «Schwarzwald». Er färbte ein Waldstück komplett schwarz ein und überträgt es per Kamera in den Ausstellungsraum.
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