| China verurteilt tibetischen Kunstsammler zu langer Haftstrafe |
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| Samstag, 26. Juni 2010 um 08:04 Uhr | ||
Peking (dpa) - Ein chinesisches Gericht hat einen tibetischen Geschäftsmann und Kunstsammler wegen Diebstahls von Kulturgütern zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Unterstützungsgruppe für den in Tibet bekannten Kunstliebhaber Karma Samdrup nannte die Vorwürfe am Freitag politisch motiviert und warf der Polizei vor, ihn in der Gefangenschaft gefoltert zu haben.
Das Bezirksgericht in der westchinesischen Region Xinjiang erklärte im Urteil, der Sammler habe sich illegal kulturhistorische Gegenstände aus Gräbern angeeignet. Die Unterstützer berichteten dagegen am Freitag in dem in London beheimateten Radio Freies Tibet, der 42-jährige habe bestraft werden sollen, weil er sich für die Freilassung seiner beiden Brüder eingesetzt habe. Diese waren wegen ihres Engagements für den Umweltschutz verhaftet worden.
Der Sammler war im Januar verhaftet worden. Die vor Gericht erhobenen Vorwürfe datieren aus dem Jahr 1998 und waren eigentlich von der Polizei bereits zu den Akten gelegt worden. Seine Ehefrau schrieb in ihrem Blog, sie habe vergeblich gebeten, ihren Mann im Gefängnis besuchen zu dürfen. Sein Anwalt Pu Zhiqiang beklagte, er habe nicht einmal die Akten prüfen dürfen.
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