| Ausstellung über das «typisch Dresdnerische» in der Malerei |
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| Samstag, 26. Juni 2010 um 08:04 Uhr | ||
Apolda (dpa/th) - Das Kunsthaus Apolda will die Besucher auf eine 100-jährige Entdeckungsreise über das «typisch Dresdnerische» in der Malerei entführen. Von Samstag an zeigt es unter dem Titel «Schöne Materie. Dresdner Kolorismus» 65 Landschaften, Porträts und Stillleben aus Museen und privaten Sammlungen. Die Ausstellung verdeutliche, dass der Ruf der Kunststadt Dresden nicht nur an der Einmaligkeit seiner Bauten festzumachen sei, sondern auch auf dem vielfältigen Wirken von Künstlern beruhe, teilte das Kunsthaus am Freitag mit. Die bis 22. August dauernde Sonderschau entstand in dreijähriger Arbeit mit der Städtischen Galerie Dresden.
Eine «Dresdner Malerei» lasse sich jedoch erst seit Ende des 19. Jahrhunderts mit den Berufungen von Gotthardt Kuehl, Carl Bantzer und Robert Sterl an die Kunstakademie ausmachen. Im Sog dieses Aufbruchs habe sich eine neue Generation von Künstlern der erstarrten Anschauungen des akademischen Klassizismus entledigt. Es entstanden spontane, atmosphärische Bilder, die um 1900 auch den Weg für die Moderne wie den Expressionisten der «Brücke» freimachten.
Die Präsentation folgt der Entstehungszeit. Gezeigt werden das 1902 von Kuehl geschaffene Bild «Dresden oberhalb der Augustusbrücke» und Wilhelm Georg Ritters «Sächsische Dorf» aus dem Jahr 1903. Bantzer ist mit dem Ölbild «Prof. Dr. Petermann» von 1906 vertreten, Otto Altenkirch mit «Reifes Kornfeld» (1912). Ab den 1950er Jahren sind unter anderem von Harald Metzke «Dimitroffbrücke» und «Blick von der Kunstakademie auf Dresden» von Siegfried Klotz zu sehen.
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