| «Demonstrations-Performance» für Kunsthaus Tacheles |
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| Sonntag, 27. Juni 2010 um 07:49 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Das Berliner Kunsthaus Tacheles will an diesem Montag mit einer «Demonstrations-Performance» auf seine prekäre Situation aufmerksam machen: 20 bis 30 Künstler wollen ab 14.00 Uhr an mehreren Orten in Berlin ein Straßentheater veranstalten, wie das Vorstandsmitglied des Tacheles-Vereins, Martin Reiter, am Samstag sagte. Zudem wollen sie der HSH Nordbank 80 000 Unterschriften für ein Zukunftskonzept des Tacheles in der Oranienburger Straße überreichen. Der Verein geht davon aus, dass dem Gelände am Donnerstag das Wasser abgestellt wird. Rechnungen waren nicht beglichen worden.
«Wir wollen, dass das Tacheles in eine öffentliche Stiftung überführt und das Grundstück aus dem Pachtvertrag herausgelöst wird», sagte Reiter. «Uns reicht es: Täglich werden wir von Touristen überrannt, das ist ein ökonomischer Faktor für die Stadt.» Trotzdem werde das Tacheles von Investoren gegängelt und als Fußabtreter der Banker benutzt.
In dem Szenehaus arbeiten rund 40 Künstler in 30 Ateliers. Es gibt Cafés, Theater und ein Kino. Der Trägerverein musste im vergangenen Jahr Insolvenz anmelden. Dem Tacheles droht die Räumung. Hintergrund ist, dass der Eigentümer des Areals über 70 Millionen Euro Schulden bei der HSH Nordbank hat. Die Bank betreibt darum jetzt die Zwangsversteigerung von Gebäude und Grundstück.
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