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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Streit um Museumsstandort auf der Mathildenhöhe PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 29. Juni 2010 um 06:45 Uhr

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Darmstadt (dpa/lhe) - Ein geplantes Museum auf der weltweit bekannten Mathildenhöhe in Darmstadt sorgt für Zündstoff. Der Direktor des Instituts Mathildenhöhe, Ralf Beil, kritisierte am Montag das Vorhaben, das Haus in der Nähe eines großen Ausstellungsgebäudes zu errichten. «Der potenzielle Bauplatz ist eigentlich zu klein», sagte Beil. «Zu viele Funktionen müssen dort auf engstem Raum untergebracht werden.» Das Museum sollte besser dahinter am Osthang gebaut werden, wo mehr Platz sei. Die Mathildenhöhe zählt zu den weltweit bedeutendsten Jugendstil- Ensembles. Sie ist Ziel zahlreicher Besucher aus dem In- und Ausland.

 

Das Museum soll von der Stiftung der Kunstsammler Hans-Joachim Sander und Gisa Sander errichtet und mit Exponaten bestückt werden. Präsentiert werden soll Malerei Darmstädter Künstler des 18. bis 20. Jahrhunderts. Auf rund 720 Quadratmetern sollen rund 250 Kunstwerke Platz finden.

 

Die Stadt Darmstadt stellt für das Projekt ein Grundstück zur Verfügung. Als Standort wurde eine Stelle ausgesucht, an der früher ein anderes Gebäude stand, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Gisa Sander sagte, je nach Verlauf der Bauarbeiten könnte das Haus 2012/2013 fertig sein. Die Kosten seien noch nicht genau abzuschätzen. Bei der Vorstellung des Projekts im vergangenen Sommer war von 15 Millionen Euro die Rede gewesen.

 

Beil äußerte seine Kritik auf einer Pressekonferenz, bei der die Stiftung den Sieger eines Architektenwettbewerbs präsentierte. Eine Jury entschied sich unter 19 Beteiligungen einstimmig für den Entwurf der Schulz & Schulz Architekten GmbH aus Leipzig. Das Museum hat die Form eines Würfels. «Es ist eine Verknüpfung zwischen Städtebau und Museum», sagte Geschäftsführer Benedikt Schulz. Nach Ansicht der Jury «entsteht ein Museum von großer innenräumlicher Qualität und eigenständiger Identität».

 

Darmstadts Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD) sagte, das Museum müsse ein «Geschenk sein für die Darmstädter und die Besucher der Mathildenhöhe». Hans-Joachim Sander meinte: «Wir bauen das Museum nicht für die Stiftung, sondern für die Stadt Darmstadt.»

 

 

http://www.mathildenhoehe.info

 



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