| Bauplatz für Darmstädter Museum umstritten |
|
|
|
| Dienstag, 29. Juni 2010 um 06:45 Uhr | ||
Darmstadt (dpa) - Ein geplanter Museumsbau auf der Mathildenhöhe in Darmstadt sorgt für Zündstoff. Der Direktor des Instituts Mathildenhöhe, Ralf Beil, kritisierte am Montag das Vorhaben, das Haus in der Nähe eines großen Ausstellungsgebäudes zu errichten. «Der potenzielle Bauplatz ist eigentlich zu klein», sagte Beil. «Zu viele Funktionen müssen dort auf engstem Raum untergebracht werden.» Das Museum sollte besser dahinter am Osthang gebaut werden, wo mehr Platz sei. Die Mathildenhöhe zählt zu den weltweit bedeutendsten Jugendstil-Ensembles und ist ein Publikumsmagnet.
Das Museum soll von der Stiftung der Kunstsammler Hans-Joachim Sander und Gisa Sander errichtet und mit Exponaten bestückt werden. Präsentiert werden soll Malerei Darmstädter Künstler des 18. bis 20. Jahrhunderts. Auf rund 720 Quadratmetern sollen rund 250 Kunstwerke Platz finden.
Die Stadt Darmstadt stellt für das Projekt ein Grundstück zur Verfügung. Gisa Sander sagte, je nach Verlauf der Bauarbeiten könnte das Haus 2012/2013 fertig sein. Die Kosten seien noch nicht genau abzuschätzen. Bei der Vorstellung des Projekts im vergangenen Sommer war von 15 Millionen Euro die Rede gewesen.
Beil äußerte seine Kritik auf einer Pressekonferenz, bei der die Stiftung den Sieger eines Architektenwettbewerbs präsentierte. Eine Jury entschied sich unter 19 Beteiligungen einstimmig für den Entwurf der Schulz & Schulz Architekten GmbH aus Leipzig. Das Museum hat die Form eines Würfels.
http://www.mathildenhoehe.info
|
























































