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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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«Inspiration ist für Amateure»: US-Künstler Chuck Close 70 Von Carla S. Reissman, dpa PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 29. Juni 2010 um 06:45 Uhr

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New York (dpa) - Seine Porträts heißen schlicht Robert, Susan oder Keith. Chuck Close malt die Gesichter von Künstlerkollegen, Freunden und Familienangehörigen unerbittlich, frontal, als kolossale Mosaiken in einem gitterförmigen Raster. Sie verschwimmen in biografische Landschaften, je mehr man sich ihnen nähert. Obwohl er aufgrund eines geplatzten Blutgefäßes an der Wirbelsäule seit über 20 Jahren an den Rollstuhl gefesselt ist, arbeitet der Amerikaner weiter. «Wer malen will, findet einen Weg, die Farbe auf die Leinwand zu bringen. Und wenn er sie draufspucken muss», beschrieb er seinen künstlerischen Drang einmal. Am Montag (5. Juli) wird er 70.

 

Seine Faszination mit der Zerlegung von Gesichtern in Einzelteile ist umso verständlicher, weil er bereits als Kind an einer seltenen Lernbehinderung litt: an Prosopagnosie oder Gesichtsblindheit. Er ist nicht fähig, Menschen an den charakteristischen Zügen zu erkennen. «Manchmal muss ich jemanden abfragen, um herauszufinden, wer er überhaupt ist. Straßennamen oder Nummern kann ich mir nicht merken», erklärt er.

 

Vielleicht deshalb nimmt er sich sogar enge Freunde immer und immer wieder als Gegenstand seines Schaffens vor. Von dem amerikanischen Komponisten Philip Glass beispielsweise hat er über 200 Bilder angefertigt, immer mit einer Fotografie aus dem Jahre 1968 als Vorlage. Dabei verfeinert er seine Technik: Das Gesicht seines Freundes Robert Rauschenberg malte er 1974 mit 154 Rasterpunkten, im folgenden Jahr waren es bereits 104 072 Partikel. Manchmal braucht er ein ganzes Jahr für ein Bild. In regelmäßigen Abständen entstehen auch Selbstporträts - als wollte er sich damit seiner eigenen Physiognomie versichern. Die in späteren Jahren entstandenen Werke zeigen ihn mit Bart, Nickelbrille und einem kritischen, fast abweisenden Blick.

 

Zur Welt kam Charles Thomas Close 1940 in Monroe (US-Bundesstaat Washington). Sein Vater, ein einfacher Handwerker, starb, als der Junge elf Jahre alt war. Die Mutter musste daraufhin Klavierunterricht geben, um die Familie zu ernähren. Aber schon als Kind hatten die Eltern Closes Talent erkannt und schickten ihn zu einer Malschule. Anfang der 60er Jahre kam er durch einen landesweiten Wettbewerb an die Sommerakademie von Yale an die amerikanische Ostküste. Daraufhin studierte er an der Kunst- und Architekturfakultät der Elite-Uni. Zu seinen Lehrern dort gehörten Alex Katz und William Bailey. Nach einem Studienjahr in Wien ließ er sich in New York nieder.

 

Seine Sujets und sein Medium suchte sich Close bewusst gegen den Strom der New Yorker Kunstbewegung Ende der 60er Jahre aus. «Wer malte, war ein Trottel. Und am allerdümmsten war es, Porträts zu machen. Da dachte ich: na, wunderbar! Ich werde nicht viel Konkurrenz haben», sagte er im vergangenen Jahr in einem Interview. Für ihn dagegen sei die Malerei die magischste aller Künste: Mit Farbe und Dreck auf einer glatten Oberfläche könne man erstaunliches erschaffen. Auch bei der Technik lässt sich Close nicht einengen und experimentiert mit Spritzpistolen, kratzt Farbschichten mit dem Rasiermesser dünn oder benutzt den eigenen Daumen als Stempel.

 

Seine fotorealistischen Gemälde sind heute unverwechselbar. Seit 40 Jahren malt er in seinem Loft im New Yorker Künstler-Viertel Soho. Er lebte dort schon, als es noch keine trendige Gegend mit teuren Boutiquen und Galerien war, sondern Drogendealer die Straßen beherrschten. Und er setzt sich jeden Tag erneut an die Leinwand vor einer extra angefertigten Staffelei - mit einer speziellen Schiene am Arm, um den Pinsel bewegen zu können. «Inspiration ist etwas für Amateure. Der Rest von uns macht sich jeden Tag aufs Neue an die Arbeit», sagt er.

 



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