| «Rohbaukunst» widmet sich erneut Mythos Atlantis |
|
|
|
| Mittwoch, 30. Juni 2010 um 06:56 Uhr | ||
Potsdam (dpa/bb) - Der Mythos vom verschwundenen Atlantis steht auch in diesem Jahr im Mittelpunkt von Brandenburgs renommierten Kunstfestival «Rohkunstbau». Zehn internationale Künstler stellen vom 9. Juli bis 12. September ihre Sichtweise zu einem Idealstaat vor, mit dem sich der griechische Philosoph Platon auseinandergesetzt hat. Wie schon im vergangenen Jahr wird die Schau im Schloss Marquardt in Potsdam gezeigt - und erweckt damit das leerstehende Gebäude am Schlänitzsee zu neuem Leben. «Für uns ist das ein sehr schöner Ort», sagte ein Sprecher der Veranstalter am Dienstag. «Wir würden auch gerne im nächsten Jahr wieder an diesem Ort sein - aber das können nicht wir entscheiden.» Das Schloss steht zum Verkauf.
Die Beiträge unter dem Motto «Atlantis II - Hidden Histories - New Identities» stammen aus Marokko, London, Berlin, Polen und Italien. Zehn Künstler zeigen mehrere Werke, so kommen Dutzende Werke zeitgenössischer Kunst zusammen: Vom weißen Karussell mit Pferden über großflächige Ölgemälde oder Fotos bis hin zu Installationen und Videos. Die Exponate sind alle für das Festival entstanden, das unter anderem mit Bundesmitteln sowie von dem Land Brandenburg und der Stadt Potsdam gefördert wird.
Die Reihe hatte erstmals 1994 Kunst in einem Rohbau in Groß Leuthen (Dahme-Spreewald) gezeigt. Inzwischen ist «Rohbaukunst» ein fester Bestandteil in der Kulturlandschaft Berlin-Brandenburgs und bringt internationale Künstler zusammen. Der Zyklus zu Atlantis in diesem Jahr und im Vorjahr gehört zu einer europaweiten Veranstaltungsreihe zeitgenössischer Kunst. 20 Jahre nach dem Fall des «Eisernen Vorhangs» haben verschiedene Partnerinstitutionen in der Slowakischen Republik, Griechenland, Italien und Bulgarien in Projekten ihre Sichtweise auf das Zusammenwachsen Europas gezeigt.
|
























































