| Frauenmuseum zeigt Ausstellung zum Münter-Preis |
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| Mittwoch, 30. Juni 2010 um 06:56 Uhr | ||
Bonn (dpa/lnw) - Das Frauenmuseum Bonn ist zweite Station der Ausstellung zum Gabriele Münter Preis 2010. Nach der Verleihung des mit 20 000 Euro dotierten Preises an die Hannoveraner Künstlerin Christiane Möbus im April in Berlin und der anschließenden Schau im Martin-Gropius-Bau ist die Ausstellung mit dem Titel «Vorreiterin» von diesem Mittwoch an bis zum 5. September in Bonn zu sehen. Sie gibt einen Überblick über aktuelle Tendenzen in der Bildenden Kunst von Künstlerinnen in Deutschland. Aus 1362 Bewerberinnen wurden 40 ausgesucht, deren Werke jetzt im Frauenmuseum dank der speziellen Raumästhetik noch einmal anders wirken als in Berlin.
Politisches Bewusstsein und gesellschaftliche Scharfsicht ziehen sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung. Das zeigt sich etwa bei Annegret Soltau. In ihrer Serie «Vatersuche» stellt sie das Ergebnis ihrer vergeblichen jahrelangen Suche nach dem im Zweiten Weltkrieg vermissten Vater dar. Sein Bild verbleicht mit den Jahren, der Schmerz bleibt.
Fünf Meter misst das in einem aufwendigen Prozess vielfach gefärbte Tuch, das Susanne Krell geschaffen hat. Dann hat sie darauf einen großen Teil ihrer Sammlung von Steinen von Orten aus aller Welt abgerieben. Auf dem Tuch war Platz für Abriebspuren von 137 Orten, etwa Jericho, Namibia und St. Petersburg.
Der Münter Preis ist europaweit der einzige Kunstpreis, der ausschließlich an Künstlerinnen über 40 vergeben wird. Die Auszeichnung wird alle drei Jahre vom Bundesfrauenministerium in Zusammenarbeit mit dem Frauenmuseum, dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler sowie dem Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer ausgelobt.
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