| Präsentation der Neuerwerbung von Max Klingers "Der pinkelnde Tod" am Mittwoch, 3. März 2010, um 19.30 Uhr |
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| Montag, 01. März 2010 um 20:12 Uhr | ||
Das Museum der bildenden Künste Leipzig hat Max Klingers Gemälde „Der pinkelnde Tod“ von 1880 erworben. Der Ankauf wurde ermöglicht durch die Kulturstiftung der Länder, die Stadt Leipzig, die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Förderer des Museums der bildenden Künste Leipzig e. V. und den Freundeskreis Max Klinger e. V. Bei einem Festakt am Mittwoch, 3. März 2010, um 19.30 Uhr übergeben die Vertreter der beteiligten Partner das Werk dem Museum und damit der Öffentlichkeit.
Gerade 22 Jahre zählte der Leipziger Max Klinger, als er während seines ersten Berliner Aufenthaltes seine Version des Knochenmannes auf die Leinwand bannte. Seit dem Mittelalter war der lebendige Tod als Bildsujet populär, die Totentänze des 15. Jahrhunderts legen davon ein beredtes Zeugnis ab und begründeten eine fortwäh- rende Tradition. Neu und ungewöhnlich war allerdings Max Klingers Zugang zum Thema: Der Tod ist in Form und Farbe natürlicher Bestandteil der Landschaft, seine Haltung und seine Verrichtung entlarven ihn jedoch als groteske Erscheinung. Das Gemälde markiert – für alle sichtbar – das Ende der Idylle. In der Ausstellung „Eine Liebe. Max Klinger und die Folgen“ (2007) im Museum der bildenden Künste avancierte das Gemälde zum Publikumsliebling und war darüber hinaus Blickfang in mehreren internationalen Ausstellungen. Der „pinkelnde Tod“, die Ikone des Grotesken, steht nun im Museum der bildenden Künste neben der Pathoskondensierung „Beethoven“ und dem idealen Weltentwurf „Christus im Olymp“. Klingers künstlerische Bandbreite ist so einmalig im Museum der bildenden Künste zu erleben.
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