| Medwedew eröffnet Louvre-Ausstellung |
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| Dienstag, 02. März 2010 um 19:36 Uhr | ||
Paris (dpa) - Mit der Eröffnung einer Ausstellung russischer Sakralkunst im Louvre hat der russische Präsident Dmitri Medwedew am Dienstag seinen Staatsbesuch in Paris fortgesetzt. Frankreich und Russland richten in diesem Jahr gegenseitig Kulturjahre in ihren Ländern aus. Medwedew warb am Vormittag vor französischen Unternehmern für mehr Investitionen in seinem Land. Mit Premierminister François Fillon sprach er über die Beziehungen zwischen Russland und der EU sowie über die franko-russische Partnerschaft. Am Abend stand ein festliches Abendessen im Élyséepalast auf dem Programm, zu dem auch beide Präsidentengattinnen erwartet wurden.
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hatte am Vorabend exklusive Verhandlungen mit Russland über den Verkauf von vier französischen Hubschrauberträgern vom Typ Mistral angekündigt. Mindestens eines der bis zu 500 Millionen Euro teuren Kriegsschiffe solle in Frankreich gebaut werden. Sarkozy nannte den geplanten Verkauf einen Vertrauensbeweis, der die neue Partnerschaft mit Russland nach dem Ende des Kalten Krieges besiegele. Georgien und die baltischen Staaten hatten den Verkauf kritisiert, weil sie einen feindlichen Einsatz der Kriegsschiffe fürchten.
Nach dem Treffen der beiden Präsidenten am Montagabend wurde außerdem ein Abkommen über die Beteiligung von GDF Suez an der Gaspipeline Nord Stream durch die Ostsee unterzeichnet. Das französische Unternehmen erhält einen Anteil von neun Prozent an der Nord Stream AG, die die gut 1200 Kilometer lange Gaspipeline vom russischen Wyborg durch die Ostsee bis Lubmin bei Greifswald bauen wird.
Medwedew und Sarkozy kündigten zudem an, gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Initiative zur europäischen Sicherheit vorlegen zu wollen. Medwedew bezeichnet eine solche Struktur neben der NATO als unerlässlich. Die Georgien-Krise sei nicht durch das Verteidigungsbündnis, sondern durch die EU gelöst worden, sagte der russische Präsident.
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