| Luxemburgs Nationalmonument vom Sockel gehoben |
|
|
|
| Mittwoch, 03. März 2010 um 19:19 Uhr | ||
Luxemburg (dpa/lrs) - Das luxemburgische Nationaldenkmal der «Goldenen Frau» ist am Mittwoch trotz öffentlicher Kritik von seinem Sockel im Zentrum der Hauptstadt Luxemburg gehoben worden. Die «Gëlle Fra» soll ab 1. Mai sechs Monate lang vor dem Luxemburger Pavillon bei der Weltausstellung in Schanghai (China) stehen. 47 Prozent der Luxemburger hatten sich bei einer Umfrage gegen die China-Reise des Denkmals ausgesprochen.
Die goldene Frau, die mit beiden Händen einen Lorbeerkranz hält, war 1923 zum Gedenken an die Gefallenen des Großherzogtums im Ersten Weltkrieg geschaffen worden. Das Monument war 1940 von deutschen Besatzern unter Protesten empörter Bürger vom Sockel gerissen worden. 1980 wurde es in einem Versteck unter der Tribüne eines Fußballstadions wiedergefunden und 1985 neu aufgestellt. Gegen die Ausstellung in Schanghai hatten unter anderem Organisationen der Kriegsveteranen protestiert.
Für Unmut hatte auch der Umstand gesorgt, dass die «Gëlle Fra» in China lediglich als Symbol für Frieden und Völkerverständigung gezeigt werden solle - obwohl sie in Luxemburg vor allem den Freiheitswillen verkörpere. Bevor das Denkmal auf die Reise nach Schanghai geht, wird die Vergoldung erneuert. Außerdem wird, «um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein», ein Abguss der Statue erstellt. Die Kosten in Höhe von etwa 100 000 Euro werden von Sponsoren übernommen.
|
























































