| Kunstmesse art Karlsruhe bunt und krisensicher |
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| Mittwoch, 03. März 2010 um 19:19 Uhr | ||
Karlsruhe (dpa) - Knallbunt und krisensicher präsentiert sich die Kunstmesse art Karlsruhe bei ihrer Neuauflage in den kommenden Tagen. Die Messe soll unter dem Motto «Eldorado der Kunst» von diesem Donnerstag bis zum 7. März Entdeckerlaune bei den Kunstfreunden wecken. 208 Galeristen aus zwölf Ländern präsentieren Malerei, Grafik, Fotografie und Plastik der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst. In diesem Jahr rückt auch die Kunst aus Südafrika in den Blickpunkt: Aus dem Gastgeberland der Fußballweltmeisterschaft 2010 kommen mehrere Künstler nach Karlsruhe.
«Die Erwartungshaltung ist sehr gut», sagte Messe-Kurator Ewald Karl Schrade am Mittwoch vor der offiziellen Eröffnung der viertägigen Präsentation. Alle Vorzeichen seien trotz der Wirtschaftskrise positiv. «Letztes Jahr haben wir auch schon Krisenreden gehalten, und dennoch wurden sehr gute Geschäfte gemacht. Dieses Jahr wird es ähnlich sein», sagte Schrade, der die art-Messen von Beginn an kuratierte. Es sei nur jede zweite Galerie mit ihrer Bewerbung um einen Ausstellungsplatz in den vier Hallen erfolgreich gewesen. Im vergangenen Jahr kamen 42 000 Menschen zur art Karlsruhe.
Neben den Südafrikanern zeigt eine zweite Sonderausstellung unter dem Titel «Looping Memories» Arbeiten aus einer Schweizer Videokunst- Sammlung. Computerkunst präsentiert das Digital Art Museum aus Berlin, das zum ersten Mal mit seiner kommerziellen Sparte, der Galerie DAM, in Karlsruhe zu Gast ist. Zu den insgesamt 1400 Künstlern, deren Werke zum Verkauf stehen, gehören auch Pablo Picasso, Horst Jansen und Ernst Ludwig Kirchner, dessen Gemälde «Sängerin am Piano» mit einem Preis von mehr als drei Millionen Euro zu den teuersten Angeboten in Karlsruhe gehört. «Ein Ausreißer», sagt Schrade. «Der durchschnittliche Preis für ein Kunstwerk auf der art liegt zwischen 20 000 und 50 000 Euro.»
Auch die diesjährige Messe wird nicht nur bei den Preisen ihrem Ruf als «gutbürgerliche Kunstschau» gerecht. Mit den Sonderschauen, One-Artist-Ausstellungen, Fotokunst und einem breiten Rahmenprogramm vom Diskussionsforum bis zur Kindermalwerkstatt richtet sie sich nicht an eine bestimmte Zielgruppe. «Hier kommen Sammler und einfache Kunstfreunde zusammen, das ist hier ein Solidarpakt», sagte Schrade.
Internet: www.art-karlsruhe.de
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