| Bund fördert Bergen-Belsen mit einer Million Euro |
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| Donnerstag, 04. März 2010 um 19:34 Uhr | ||
Lohheide/Berlin (dpa/lni) - Die KZ-Gedenkstätte Bergen-Belsen erhält vom Bund jährlich eine Millionen Euro zusätzliche Fördermittel. Niedersachsens Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann und Bundesstaatsminister Bernd Neumann (beide CDU) unterzeichneten am Donnerstag in Berlin eine entsprechende Vereinbarung. Der Vertrag, der auch die Gedenkstätten Dachau, Neuengamme und Flossenbürg umfasst, gelte rückwirkend seit 2009, sagte eine Sprecherin des Ministeriums.
«Die langfristige Förderung der Gedenkstätte Bergen-Belsen durch Bund und Land bekräftigt unsere gemeinsame Verantwortung für diesen Erinnerungsort von nationaler und internationaler Bedeutung», sagte Heister-Neumann bei der Unterzeichnung in der Landesvertretung Niedersachsen. Niedersachsen freue sich über das Engagement des Bundes. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs kamen in dem Konzentrationslager mehr als 70 000 Menschen ums Leben. 14 000 Menschen starben noch nach der Befreiung des Lagers an den Folgen.
«Bergen-Belsen ist zu einem der Symbole für die nationalsozialistischen Verbrechen geworden», sagte Neumann. Die Gedenkstätte sei ein wichtiger Ort des Erinnerns, an dem sich auch viele junge Menschen ein Bild von einem ehemaligen KZ und dem Ausmaß seiner Unmenschlichkeit und seines Schreckens machen könnten. Mit der Aufnahme in die institutionelle Bundesförderung solle das pädagogische Angebot und der Ausbau der internationalen Kooperation gestärkt und nötige Planungssicherheit gegeben werden.
Nachdem bereits im Jahr 1946 auf dem Gelände des KZ Bergen-Belsen ein Mahnmal für die jüdischen Opfer errichtet wurde, übernahm 1952 das Land Niedersachsen die Verantwortung für die Gedenkstätte, deren Trägerin seit 2004 die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten ist. Das Land fördert Bergen-Belsen jährlich mir rund 1,5 Millionen Euro.
Internet: www.bergenbelsen.de; www.stiftung-ng.de
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