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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Staatsgalerie zeigt «Brücke Bauhaus Blauer Reiter» Von Roland Böhm, dpa PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 04. März 2010 um 19:34 Uhr

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Stuttgart (dpa) - «Ungern, sehr ungern» soll der Unternehmer Max Fischer einst bei einem Bietergefecht der Staatsgalerie Stuttgart das Kirchner-Werk «Segelboote bei Grünau» überlassen haben. Trotzdem tat er es - und begnügte sich später mit einer Farblithographie. Jetzt hängen beide wieder nebeneinander, in der Ausstellung «Brücke Bauhaus Blauer Reiter», die an diesem Freitag in der Staatsgalerie eröffnet wird. Gezeigt werden 180 der insgesamt mehr als 250 Werke umfassenden Sammlung Max Fischer. Die Erben des Chemikers hatten sie 2008 der Staatsgalerie als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Voller Stolz präsentiert Direktor Sean Rainbird diese «außergewöhnlich hochkarätige» Privatsammlung.

 

Schlemmer, Marc, Munch, Beckmann, Nolde - Fischers Sammlung steckt voller großer Namen. Rainbird bescheinigte ihm ein «sehr gutes Auge für die Entwicklungen in der Kunst». Bis zum 20. Juni lässt sich das in der außergewöhnlich farbigen Staatsgalerie nachvollziehen: zahlreiche Ernst Ludwig Kirchner Werke vor zartem Grün, Edvard Munchs vor rostrotem Hintergrund und die Arbeiten von den «Blauen Reitern» Franz Marc und August Macke natürlich an hellblau gestrichenen Wänden.

 

Das Herzstück der Sammlung von Max Fischer bilden 60 Grafiken, 48 Zeichnungen und sechs Gemälde des «Brücke»-Künstlers Kirchner. «Es ist fast eine Mini-Retrospektive, die sie hier sehen», sagte Rainbird, so umfassend und konsequent habe Fischer Kirchners Arbeiten zusammengetragen. Fischer sei es gelungen, ein Kirchner- Ensemble aufzubauen, das die gesamte Entwicklung des 1938 in Davos gestorbenen Künstlers nachvollziehen lasse.

 

Den Großteil seiner Sammlung erstand der Inhaber einer Wachswarenfabrik im schwäbischen Ditzingen beim Stuttgarter Kunstkabinett, einst eines der wichtigsten Auktionshäuser für Kunst des 20. Jahrhunderts. Dort überließ er damals auch Kirchners «Segelboote bei Grünau» der Staatsgalerie, deren Budget im Bietergefecht irgendwann bei 4000 Mark erschöpft war.

 

Beim Kunstkabinett erwarb Fischer auch Werke des Stuttgarter «Bauhaus»-Künstlers Oskar Schlemmer. Seine «Fünf Männer im Raum» von 1928 hängt an exponierter Stelle in einer Nische der Alten Staatsgalerie. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein gutes Dutzend Gemälde aus Galeriebeständen. Einen Raum weiter «begegnen» sich so auch Werke der «Blauen Reiter»: Marcs «Roter Hund» von 1911 aus Fischers Beständen und Mackes «Promenade» von 1914 aus der Staatsgalerie.

 

 



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