| Reifenspuren im Kunstmuseum |
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| Freitag, 05. März 2010 um 21:33 Uhr | ||
Stuttgart (dpa/lsw) - In Ton gebrannte Reifenspuren, das Foto einer drei Meter hohen Graffitiwand und von Lavabasaltsteinen gehaltene Installationen - die in Paris lebende Künstlerin Katinka Bock macht mit einer kleinen Skulpturen-Ausstellung die Geschichte der Räume des Stuttgarter Kunstmuseums sichtbar.
So erinnern die Reifenspuren daran, dass die Ausstellungsräume sich genau dort befinden, wo in den 60er und 70 Jahren noch täglich tausende Autos durch einen Tunnel fuhren. Die maßstabsgetreue Fotografie des Graffitos ist eine Hommage an die Zeit, als sich hier vor dem Bau des Museum noch die Skater- und Sprayerszene tummelte. Im Original ist es bis heute im Heizungsraum des Museums erhalten.
Die Ausstellung zählt zur Reihe Frischzelle, in der das Kunstmuseum regelmäßig Arbeiten junger Künstler zeigt. Die «Frischzelle_12: Katinka Bock» ist bis zum 6. Juni zu sehen. Insgesamt hat die gebürtige Frankfurterin zehn Skulpturen aus Materialien wie Ton, Papier, Holz, Metall oder Stein zusammengestellt. Die Skulpturen verändern sich auch während der Ausstellung: Weil Wasser in Tontöpfen verdampft, senken sie sich. Auch der ungebrannte Ton schrumpft und wird brüchig.
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