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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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«Helden» früher und heute - Große Schau in Hattingen Von Helge Toben, dpa (Mit Bild) PDF Drucken E-Mail
Freitag, 05. März 2010 um 21:33 Uhr

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Hattingen (dpa) - Eine 2300 Jahre alte Nuckelflasche mit einem Bild des antiken Helden Herakles, die Silberbüchse Winnetous oder die Jacke von Tatort-Kommissar Schimanski: Alle Exponate zierten einst Helden. Sie gehören zu einer umfassenden Schau anlässlich des aktuellen Kulturhauptstadtjahres Ruhr.2010, die am 12. Mai im nordrhein-westfälischen Hattingen beginnt. Der Titel der Ausstellung, «Helden - Von der Sehnsucht nach dem Besonderen», beleuchtet die Entstehung und Entwicklung des Mythos im Laufe der Jahrhunderte.

Zu sehen sind mehr als 800 Exponate. Unter ihnen ist auch der zerstörte Feuerwehr-Helm von James Riches, der am 11. September 2001 von den Trümmern des einstürzenden World Trade Centers in New York erschlagen wurde. Das schwarzglänzende Stück mit gelben Leucht- Aufklebern ist zu ersten Mal überhaupt öffentlich zu sehen. Amy McEwen ist sichtlich bewegt, als sie den aufwendig verpackten Helm behutsam aus der Transportkiste nimmt. Die Kuratorin des «National September 11 Memorial & Museum» ist extra aus den USA gekommen. Erst vor rund acht Monaten habe Riches Familie den Helm dem Museum gestiftet. «Sie haben ihre Einwilligung gegeben, dass er hier gezeigt wird.» Auch ein Stahlträger des World Trade Center wird ausgestellt.

 

«Die wesentlichen Heldentypen sind bereits in der Antike und im Mittelalter entwickelt worden», sagt Chefkurator Dietmar Osses. Beispiel Herakles, der bei den Römern Herkules hieß: Beim Rundgang empfängt eine 3,20 Meter hohe Herkules-Statue nach einem Vorbild aus dem 4. vorchristlichen Jahrhundert die Besucher. «Im Mittelalter kommt hinzu, dass man auch Held durch Leiden und Opfer werden kann», erklärt er. Zwei neue Heldentypen entstehen: Heilige und Ritter.

 

Kritisch setzt sich die Schau mit dem Thema Kriegshelden auseinander, etwa indem ein nachgebautes Kriegsgräberfeld die Kulisse für Kriegsorden bildet. Auch die aktuelle Diskussion etwa um die neue Tapferkeitsmedaille der Bundeswehr wird aufgenommen.

 

Großen Raum nehmen die Helden der Gegenwart ein. So präsentiert die Schau eine Spezialleiter von Greenpeace, um Absperrzäune zu überwinden und thematisiert die Castingshow «Das Supertalent». Für Diemar Osses haben Helden jedenfalls Konjunktur. «Beinahe täglich werden in den Medien neue Helden gekürt.» Auch die Helden des Ruhrgebiets wie der Bergmann Adolf Tegtmeier oder der Fußballer Helmut Rahn sind vertreten. Die Schau endet am 31. Oktober.

 

www.helden-ausstellung.lwl.org

Homepage New Yorker Museum: www.national911memorial.org


 



Tags: helden  schau  helm  september  sehen  abstrakte kunst  
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