| Thomas Zipp (WHITE REFORMATION CO-OP) MENS SANA IN CORPORE SANO |
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| Dienstag, 09. März 2010 um 08:13 Uhr | ||
In seiner bisher größten Ausstellung verwandelt Thomas Zipp die Kunsthalle Fridericianum in eine "psychiatrische Anstalt". Unter dem Titel (WHITE REFORMATION CO-OP) MENS SANA IN CORPORE SANO verbindet Zipp Skulpturen, Zeichnungen und Malerei mit einer umfassenden Ausstellungsarchitektur zu einer Gesamtinstallation.
Das komplette Gebäude erfährt eine Transformation: Die goldene Portalinschrift MUSEUM FRIDERICIANUM wird durch die Worte MENS SANA IN CORPORE SANO ersetzt und das Foyer zur Eingangshalle der Anstalt umgebaut. In einem surrealen Parcours aus architektonischen Einbauten widmet sich die Ausstellung Fragen nach Norm und Abweichung, sozialer Ausgrenzung sowie der Einordnung des Selbst in die Gesellschaft. Durch ein dichtes, assoziatives Netz aus Gemälden, Grafiken und Skulpturen führen verwinkelte dunkle Gänge, die von weißen Türen gesäumt werden. Einige dieser Türen geben Räume preis, die einen Einblick in die Untiefen der Anstalt gewähren. Vorbei an Schul- und Behandlungszimmern, Werkstätten und Waschsälen gelangt der Besucher in den Speisesaal, in die Chefetage und nicht zuletzt in eine Gummizelle.
Eine düstere Ästhetik macht sich breit und weckt unbehagliche Assoziationen und Gedanken an so genannte Heil- und Besserungsanstalten vergangener Zeiten. Thomas Zipp (geboren in Heppenheim, 1966) versteht es, historische und geisteswissenschaftliche Erscheinungen mit der heutigen Zeit in Verbindung zu setzen und aktuell zu deuten. Seine Werke sind geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit Geschichte, Wissenschaft und Religion, mit Politik und Gesellschaft sowie mit Kunstgeschichte und Philosophie.
Zur Eröffnung am Freitag 12. März 2010 um 19 Uhr sind Sie und Ihre Freunde herzlich eingeladen. Der Ausstellungskatalog erscheint Ende April 2010. |
























































