| >MAX WEILER der Malerei |
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| Dienstag, 09. März 2010 um 08:16 Uhr | ||
Im Gesamtwerk Max Weilers, das sich über einen Zeitraum von 70 Jahren erstreckt, nimmt die Werkphase von 1962-1967 eine besondere Stellung ein. Neueste Erkenntnisse bestätigen, dass der Künstler in dieser Zeit radikale, entscheidende Schritte in Richtung Gegenstandslosigkeit gesetzt hat. Angeregt durch Probierpapiere auf denen er Farben mischte und Pinsel abstreifte entwickelte er Bildgestaltungen, die auf der Analyse fundamentaler, rein motorischer Prozesse des Malvorgangs und des Flusses der Farben und Bindemittel basierten. Dem quasi naturhaften, weil unbewussten Vorgang der Entstehung von Malerei, folgt dann eine Auswahl von Details der Probierpapiere und deren Übertragung auf große Bildformate. Der Bildzyklus „Wie eine Landschaft“ - eine nachträglich Bezeichnung - eröffnet nicht nur eine neue Sicht auf das Gesamtwerk, sondern erfordert auch eine Neubewertung der kunsthistorischen Positionierung des Künstlers.
Zeit seines Lebens hatte Max Weiler ein leidenschaftliches Interesse an chinesischem Denken und an chinesischer Kunst. Im Zuge der Vorbereitung für diese Ausstellung erwies sich eine große Parallelität zur chinesischen Kunstform der Literatensteine. Ihr wird hier durch eine spannungsvolle Gegenüberstellung Rechnung getragen. Auch Literatensteine sind von Naturkräften geformte Findungen, die erst durch gezielte Auswahl und Positionierungen - teilweise auch durch nicht erkennbare Bearbeitungen - in den Rang von Kunstwerken gehoben werden.
Die rund 70 Werke umfassende Ausstellung zeigt Malereien Max Weilers der entscheidenden Werkphase von 1962-1967 aus der Sammlung Essl und von zahlreichen privaten und öffentlichen Leihgebern sowie etliche chinesische Literatensteine aus bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen (Sammlung Benz). |
























































