| Papst zu Leipziger Maler: «Sie sind mein Rafael» |
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| Mittwoch, 10. März 2010 um 10:58 Uhr | ||
Leipzig/Rom (dpa) - Für ein Porträt Papst Benedikts XVI. hat der Leipziger Maler Michael Triegel (41) in Rom zwei Minuten lang mit dem Pontifex gesprochen. «"Ach Sie sind mein Rafael?", sagte er zu mir - da war ich sprachlos», berichtete der Künstler am Dienstag nach seiner Rückkehr aus Italien. Der konfessionslose Triegel ist Vertreter der «Neuen Leipziger Schule» und hat sich auf Malerei für die Kirche spezialisiert.
Er porträtiert den Pontifex im Auftrag des Regensburger Papst- Institutes. Bei der Audienz in Rom fertigte der Maler Skizzen an. Nun arbeitet er an einem etwa 1,20 Meter hohen Halbfigur-Porträt - mit Händen und Gestik - im altmeisterlichen Stil. «Das, was ich glaube, sagen zu wollen, das kann ich in der altmeisterlichen Technik am Besten», sagte der gebürtige Erfurter.
«Es ist schon ein schönes Gefühl für einen deutschen Maler, einen deutschen Papst zu malen», sagte Triegel, dessen bisheriges Schaffen von ikonischen Andachtsbildern bis zu großformatigen Altarbildern reicht. Zu dem aktuellen Auftragswerk sagte er: «Man malt auf der einen Seite den Menschen, den Joseph Ratzinger. Aber man malt auch ein Amt und 2000 Jahre abendländische Kultur mit.» In Rom sei es ihm wichtig gewesen, die Atmosphäre und die Aura des Amtes zu erleben.
«Ich wollte auch sehen: Wie sind seine Haare, die Haut, die Hände. Für einen über 80-Jährigen sah er sehr gut aus», schwärmte der Künstler. Ältere Menschen hätten den Vorteil, dass sich das gelebte Leben im Gesicht wiederfinde.
Das Bild des Pontifex soll im Regensburger Institut aufgehängt werden. Diese Einrichtung kümmert sich um die wissenschaftliche Aufbereitung und Herausgabe der kompletten Schriften von Benedikt - auch jenen, die er noch als Joseph Ratzinger veröffentlichte.
Internet: www.institut-papst-benedikt.de
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