| Schau zeigt Originalskizzen für Meissener Porzellan |
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| Mittwoch, 10. März 2010 um 10:58 Uhr | ||
Leipzig/Meißen (dpa/sn) - Fast 300 Jahre alte Originalskizzen von Porzellanmalern aus Meißen zeigt das Leipziger Museum für Angewandte Kunst. Die Schau «Exotische Welten - Der Schulz-Codex und das frühe Meissener Porzellan» (11.3.-13.6.) präsentiert zudem Arbeiten aus der Frühzeit der berühmten Manufaktur, die nach den Skizzen gestaltet wurden. Der sogenannte Schulz-Codex, ein Konvolut von 124 Musterblättern mit mehr als 1000 Einzelskizzen, werde erstmals komplett ausgestellt, teilte das Museum am Dienstag mit. Die Blätter stammen aus dem Nachlass des Leipziger Kaufmanns Georg-Wilhelm Schulz (1873-1945). Das im Leipziger Grassi-Komplex beheimatete Museum erwarb sie 1960 von seiner Witwe.
Die Zeichnungen stammen nach Angaben der Ausstellungsmacher vom bedeutendsten Meissener Porzellanmaler Johann Gregorius Höroldt (1696-1775) sowie weiteren Malern seiner Werkstatt. Sie spezialisierten sich auf Chinoiserien - das Verzieren von Porzellan mit asiatischen Motiven. «Die meisterhaft gezeichneten, fantasievollen Darstellungen zeigen eine geheimnisvolle und fremdartige Welt des fernen Ostens mit prachtvoll gekleideten Chinesen, fantastischen Architekturen, exotischen Pflanzen und Tieren, die aus der romantisch verklärten Sicht der Europäer zu verstehen sind», heißt es im Katalog.
Die um 1722-1726 entstandenen Blätter wurden bisher aus konservatorischen Gründen im Magazin des Museums aufbewahrt und nie komplett gezeigt. In der Ausstellung, die ein Beitrag zum 300. Gründungsjubiläum der Meissener Porzellan-Manufaktur ist, werden sie bewusst nicht von Licht angestrahlt.
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