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Bilder, Bücher, Manuskripte, Fotos und Filme
13. März - 23. Mai 2010
Vernissage: Freitag, 12. März 2010, 20 Uhr
Die Ausstellung widmet sich mit vielen und zum Teil erstmals öffentlich gezeigten Werken dem schillernden Mikrokosmos am Prenzlauer Berg in der Zeit der untergehenden DDR. Fast alle Leihgaben kommen aus privatem Besitz und werden zu einem großen Teil erstmals öffentlich gezeigt.
Die Kuratoren der Ausstellung Ingeborg Quaas (Idee), Thomas Günther und Uwe Warnke sind zum Presserundgang und zur Vernissage anwesend.
Anders als die Generation der Autoren und Künstler vor ihnen, war diese Szene nicht mehr an einem Konsens mit den sozialistischen Verhältnissen und deren Vertretern interessiert. Man richtete sich in einer Parallelwelt ein, nutzte die Freiräume der verfallenden DDR oder wartete auf die Genehmigung zur Übersiedlung in den Westen.
Enge Netzwerke erlaubten der Szene eine völlig neue Art der Kreativität, bei der Dichter, bildende Künstler, Fotografen, Bands und Zeitschriftenmacher oftmals eng zusammen arbeiteten. Es gab Lesungen, Ausstellungen, Konzerte, Modenschauen oder Theateraufführungen in privaten Wohnungen, Ateliers und auf Dachböden oder Hinterhöfen und es entwickelte sich eine eigenständige zweite Kultur, die ihren Niederschlag u. a. in originalgrafischen Zeitschriften und in zahlreichen Künstlerbüchern fand, die allesamt in Selbstverlagen und in nur wenigen – und oftmals von Hand gefertigten – Exemplaren erschienen. Diese vergleichsweise unabhängige Szene wurde für viele eine eindrucksvolle geistige Vorhut, die auf ihre Weise den Untergang des Systems vorwegnahm.
Die Ausstellung entstand in enger Kooperation mit dem Prenzlauer Berg Museum (Berlin) und der Kurt Tucholsky-Gedenkstätte (Rheinsberg).
Begleitveranstaltungen
13. März 2010, 14 Uhr: Kuratorenführung mit Uwe Warnke
18. März 2010, 20 Uhr: Endlich, Lesung mit Johannes Jansen (Berlin) und Animationsfilm „Stahlingrad“ von Rainer Görsz
08. April 2010, 20 Uhr: Ation-Aganda, Lesung mit Bert Papenfuß (Berlin)
29. April 2010, 20 Uhr: ostPUNK – too much future, mit Henryk Gericke (Berlin)
02. Mai 2010, 11 Uhr: Familiensonntag, Als Malen gefährlich war – das Leben der Künstler in der DDR. Eine Führung durch die Ausstellung für die ganze Familie
20. Mai 2010, 20 Uhr: Behauptung des Raumes. Wege unabhängiger Ausstellungskultur in der DDR, Dokumentarfilm, mit Claus Löser (Berlin)
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