| Hessischer Kulturpreis für Rebecca Horn |
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| Montag, 15. März 2010 um 21:14 Uhr | ||
Wiesbaden (dpa/lhe) - Die international renommierte Künstlerin Rebecca Horn erhält den Hessischen Kulturpreis 2010. Nach dem Eklat um Religionsvertreter im vergangenen Jahr entschied sich das Kuratorium um Ministerpräsident Roland Koch (CDU) diesmal für «eine der herausragenden bildenden Künstlerinnen in unserem Land». Der Preis ist mit 45 000 Euro dotiert. Horn wurde 1944 in Michelstadt im Odenwald geboren. Sie ist Bildhauerin, Aktionskünstlerin und Filmemacherin. Anfang Mai stellt sie in Wiesbaden ihre zweite Operninszenierung vor: «Elektra» von Richard Strauss.
«Ihre Arbeiten begeistern durch Kreativität, eine "Logik der Kunst" und faszinieren mit einer ungeheuren Anziehungskraft», schrieb das Kuratorium über Horn. In neueren Arbeiten schuf die Künstlerin große Raum- und Klangskulpturen wie «Spiriti di Madreperla» 2002 in Neapel. Horn war 1972 erstmals auf der documenta in Kassel vertreten. Bis 2009 lehrte sie an der Hochschule der Künste in Berlin. Neben Wohnsitzen in Berlin und Paris hat Horn immer noch ein Atelier im Odenwald.
Den Kulturpreis 2009 hatte das Kuratorium für Verdienste im Dialog der Religionen vergeben. Allerdings erkannte das Kuratorium dem Schriftsteller und Orientalisten Navid Kermani als Vertreter des Islams den Preis zeitweise wieder ab, weil der katholische Kardinal Karl Lehmann und der frühere evangelische Kirchenpräsident Peter Steinacker sich gegen ihn aussprachen. Dieser Rückzieher trug Koch Kritik ein. Der Preis konnte erst nach einer internen Einigung der Preisträger im November 2009 vergeben werden.
Internet: www.rebecca-horn.de
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