| Zweimal islamische Kunst in Berlin |
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| Mittwoch, 17. März 2010 um 18:47 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Berlin ist derzeit ein Mekka für islamische Kunst. Während im Martin-Gropius-Bau die weltberühmte Sammlung des Aga Khan zu sehen ist, zeigt das Pergamonmuseum zahlreiche Schätze aus der sogenannten Keir Collection. Diese umfangreiche Sammlung des deutsch- ungarischen Kunstliebhabers Edmund de Unger ist dem Pergamonmuseum als Leihgabe zugesagt. 112 der insgesamt 1500 Werke befinden sich bereits in Berlin und werden als «Visitenkarte» ausgestellt, wie das Museum am Mittwoch mitteilte.
Zu sehen sind frühmittelalterliche Bronzen, Brokate, Teppiche, Kalligraphien und prachtvolle Bücher aus fast allen Perioden und Regionen der islamischen Welt. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Kunst der schiitischen Dynastie der Fatimiden. Sie herrschten bis 1171 in Ägypten und waren für ihren luxuriösen, kunstfreundlichen Lebensstil bekannt.
Ihren Namen hat die Sammlung von einem Haus, das der heute 92- jährige Unger einst in Wimbledon bewohnte. Er hat sich entschieden, seine Schätze nach Berlin zu geben, weil das Pergamon-Museum mit dem Museum für Islamische Kunst im Südflügel bereits eine sich gut ergänzende Sammlung hat. Die thematisch ähnliche Ausstellung «Schätze des Aga Khan» im Martin-Gropius-Bau war am Dienstag eröffnet worden und ist bis zum 6. Juni zu sehen. Sie zeigt rund 200 Meisterwerke islamischer Kunst aus dem Besitz von Karim Aga Khan IV., dem geistigen Oberhaupt der schiitischen Religionsgemeinschaft der Ismailiten.
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