| «Das Fest» kommt mit neuem Konzept |
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| Donnerstag, 18. März 2010 um 19:45 Uhr | ||
Karlsruhe (dpa/lsw) - Eigentlich war das Aus für «Das Fest» bereits beschlossene Sache, nun wagen die Veranstalter des mehrtägigen Open-Air-Musikfestivals in Karlsruhe doch noch einen Start: Mit neuem Konzept, Eintrittspreisen und weiteren Sponsoren will «Das Fest» vom 23. bis 25. Juli an den Erfolg der vergangenen Jahre anknüpfen, aber auch die Mängel im Sicherheitskonzept und die Finanzierungslücken ausbügeln. Geplant seien bislang Auftritte des britischen Pop-Sängers Charlie Winston («Like A Hobo»), der deutschen Pop-Rock-Band Stanfour («For all Lovers») und von Bela B. (Die Ärzte), teilte das «Fest»-Team am Mittwochabend in Karlsruhe mit.
«Wir sind vier Monate vor Beginn des Festivals exakt auf Kurs», sagte Karlsruhes Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU). Er hatte nach dem Ausstieg des Stadtjugendausschusses aus der Organisation mögliche neue Sponsoren, den Gemeinderat und die Veranstalter an einen Tisch gebracht. An der neuen Gesellschaft beteiligt sich nun die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) mit 26 Prozent. Auch der Stadtjugendausschuss und private Partner sind engagiert. Die Stadt Karlsruhe übernimmt eine Ausfallbürgschaft in sechsstelliger Höhe.
Trotz rekordverdächtiger Besucherzahlen und gestiegenen Umsatzes hatte sich der Ausschuss als bisheriger Veranstalter im September vergangenen Jahres von der Organisation zurückgezogen. Er konnte nach eigener Einschätzung unter anderem nicht mehr für die Sicherheit der Zuschauer garantieren und zog die Notbremse. Das Festival hatte zudem im vergangenen Sommer trotz hunderttausender Besucher erneut fünfstellige Verluste eingefahren. Die Personalausgaben und die Kosten für die Sicherheit sprengten das Finanzkonzept.
Geplant ist nun ein Zwei-Zonen-Modell, das das Festivalgelände in einen größeren Musik- und einen kleineren Familienbereich aufteilt. Im Musikbereich des bisher kostenlosen Festivals sollen Tagestickets von fünf Euro verkauft werden. Außerdem werden Spenden intensiv über das Internet organisiert. «Für den Fest-Sonntag werden dann keine Tickets benötigt, aber die Besucherzahl wird eingeschränkt», teilten die Veranstalter mit.
Ursprünglich war die Idee des 1985 ins Leben gerufenen «badischen Woodstock», Karlsruher Bands dem einheimischen Publikum näher zu bringen. In den vergangenen Jahren traten zunehmend Popstars wie zuletzt Peter Fox, die Sportfreunde Stiller, Fettes Brot und Faithless, Juli, Silbermond und PUR auf. Im vergangenen Sommer hatten mindestens 350 000 Menschen das mehrtägige Festival in einer Parkanlage der Innenstadt besucht.
Internet: www.dasfest-karlsruhe.de
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