| Museum mit Kirchenkunst eröffnet in Freiburg |
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| Donnerstag, 18. März 2010 um 19:45 Uhr | ||
Freiburg (dpa/lsw) - Nach drei Jahren Bauzeit wird in Freiburg das Augustinermuseum wieder eröffnet. In die grundlegende Sanierung und Neugestaltung des städtischen Ausstellungsgebäudes wurden rund 36 Millionen Euro investiert, sagte eine Sprecherin. Im neuen Augustinermuseum werde von diesem Samstag (20. März) an hauptsächlich sakrale Kunst vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert zu sehen sein. Eröffnet werde das in der Freiburger Innenstadt stehende Museum am kommenden Samstag (20. März/11.00). Es werden unter anderem Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) und Freiburgs Erzbischof Robert Zollitsch erwartet.
Tilman von Stockhausen, Leitender Direktor der Städtischen Museen Freiburg, hat für das Augustinermuseum in diesem Jahr 100 000 Besucher anvisiert. In den vergangenen Jahren war das historische Museumsgebäude nur begrenzt begehbar, seit einem Jahr wegen der Sanierungsarbeiten komplett geschlossen.
Herzstück des neuen Baus ist den Angaben zufolge das ehemalige Kirchenschiff, das von dem Frankfurter Architekten Christoph Mäckler als Skulpturenhalle umgestaltet wurde. Hier sind jetzt rund 700 Jahre alte Figuren vom Freiburger Münster zu sehen, darunter zehn jeweils vier Meter hohe Propheten sowie die berühmte Marienkrönung. Der Chor ist der Barockkunst gewidmet und zeigt unter anderem die begehbare Welte-Orgel, die 1732 und 1733 für die Gengenbacher Reichsabtei gebaut worden ist.
Zu den weiteren Schätzen gehören unter anderem Werke von Hans Baldung Grien (1484/85-1545), der «Schmerzensmann» von Lucas Cranach dem Älteren, Matthias Grünewalds «Schneewunder» und der Passionsaltar des Hausbuchmeisters.
Das Augustinermuseum war ursprünglich ein Kloster, später Kaserne und Theater. Seit 1923 ist es Heimat der städtischen Sammlungen. Mitte der 90er Jahre wurde wegen des schlechten Gebäude-Zustandes mit Überlegungen für die Sanierung begonnen. Im Mai 2006 fand die Grundsteinlegung statt, richtig gebaut wurde von 2007 an.
Die Finanzierung der Sanierungsarbeiten ruhte auf mehreren Schultern. Es beteiligten sich Stadt, Bund und Land sowie die Erzdiözese. Hinzu kamen Spenden und Einnahmen einer neu gegründeten Stiftung, die das Museum unterstützt.
Internet: www.augustinermuseum.de
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