| Ein Wiedersehen mit der Kunst der 1980er Jahre |
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| Donnerstag, 18. März 2010 um 19:45 Uhr | ||
Bielefeld (dpa/lnw) Sie wurde zu ihrer Zeit weltweit euphorisch gefeiert und zu Höchstpreisen gehandelt, kommt aber heute in Museen kaum vor: die Kunst der 1980er Jahre. Die Kunsthalle Bielefeld lädt zu einem Wiedersehen mit dem Werk der damals jungen Maler ein, die als «Neue Wilde» bezeichnet wurden. Im ersten Teil der Ausstellung «The 80s Revisited» sind von Sonntag an bis zum 20. Juni rund 100 Arbeiten zu sehen - darunter Francesco Clemente, Rainer Fetting, Salomé, Keith Haring und andere aus der Sammlung des Schweizer Galeristen Bruno Bischofberger. Im kommenden Jahr wirft der zweite Ausstellungsteil einen Blick auf die New Yorker Malerstars wie Andy Warhol, Julian Schnabel und Jean-Michel Basquiat.
«Die Künstler der 80er Jahre haben die Malerei neu erfunden und damit ein wahres Feuerwerk entzündet. Ihnen ging es um eine rückhaltlose Wiederbelebung der Malerei, die durch die Konzeptkunst verdrängt worden war», sagte Kunsthallenleiter Thomas Kellein am Donnerstag. Das Lebensgefühl der 1980er Jahre sei von Widersprüchen geprägt gewesen, die sich auch in den Werken spiegeln: Kalte Abstraktion steht neben einem heftigen Neo-Expressionismus.
Rußbilder und Holzarbeiten, surrealistische Werke und Gemälde, die aussehen wie gedruckt: Der in Tschechien geborene Jiri Georg Dokoupil wechselt permanent die Kunststile und -techniken. «Jedes seiner Bilder soll so aussehen, als stammte es von einem anderen Künstler», sagte Kellein. Die Selbstbeobachtung zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk des Italieners Franceso Clemente, während die Arbeiten des Street Art-Künstlers Kenny Scharf von skurrilen Fantasiewesen in schreiend bunten Farben bewohnt sind. Keith Harings berühmte Strichmännchen sind in der Ausstellung nicht nur auf großformatigen Bildern, sondern auch auf Kindermöbeln vertreten.
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